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Gerade Augenbrauen sind zurück: die Industrie verkauft jetzt die Mühe, so auszusehen, als hätte man sich keine Mühe gegeben

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Gerade Augenbrauen sind zurück: die Industrie verkauft jetzt die Mühe, so auszusehen, als hätte man sich keine Mühe gegeben

Nach Jahren dünner, stark gebogener und überzeichneter Augenbrauen schwenkt der Trend ins Gegenteil: gerade Brauen, eine klare und natürliche Form, die laut Stylisten fast jedem Gesicht steht. Es ist keine Revolution - es ist eine Rückkehr zu dem, was ohnehin für die meisten Menschen die natürlichste Form ist.

Die Idee stammt aus der koreanischen Schönheitskultur, wo gerade Brauen lange Jugend, Weichheit und Natürlichkeit symbolisieren. Anders als die stark gebogene Form, die den Ausdruck verhärten kann, verleiht eine gerade Linie Harmonie und visuelles Gleichgewicht - das Gesicht wirkt frischer und ausgeruhter, ohne einen einzigen sichtbaren Eingriff.

Das Erreichen verlangt nicht viel, aber Maß. Stylisten empfehlen eine Beratung, um die Form an die Struktur des Gesichts anzupassen, statt blind die anderer zu kopieren. Die Technik ist subtil: den Bogen etwas weicher machen, mit gelegentlichem Zupfen und einem Anti-Ausdünnungsserum pflegen, und mit einem getönten Gel abschließen, das fixiert, ohne zu stark zu definieren.

Die Liste derer, die diese Form bereits tragen, ist lang - von Sara Sampaio und Zoë Kravitz bis Dua Lipa und Emma Stone. Wenn so viele Gesichter aus den ersten Reihen zugleich den „ungemachten" Look wählen, ist das fast nie Zufall; hinter jeder „Natürlichkeit" auf dem roten Teppich stehen meist ein Team und ein paar Stunden Arbeit.

Und hier liegt die kleine Ironie der ganzen Geschichte. Der ideale Effekt ist der „so bin ich heute Morgen aufgewacht"-Look - sorgfältig geformt, aber nie künstlich. Mit anderen Worten: Die Industrie verkauft jetzt die Mühe, so auszusehen, als hätte man sich keine Mühe gegeben. Was, recht besehen, die teuerste Natürlichkeit ist, die man kaufen kann.