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Gold über 4.000 Euro pro Unze: Angst in Flaschen, Balkan-Sparer kaufen Goldbarren

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Der Goldpreis liegt erneut über 4.000 Euro pro Unze. Das entspricht rund 128-130 Euro pro Gramm. Historischer Rekord und Spiegel von allem - Inflation, Geopolitik, Misstrauen gegenüber Papiergeld. Alle sind zur alten Wahrheit zurückgekehrt - wenn die Welt brennt, wiegt Gold schwer.

Was treibt die Preise? Experten zählen die Faktoren auf. Geopolitische Spannungen - der Konflikt USA-Iran, der Krieg in der Ukraine, mögliche Taiwan-Szenarien. Inflationsdruck - trotz Zinssenkungen in der EU und den USA bleiben die Kernpreise hoch. Entscheidungen der Zentralbanken - senken Fed oder EZB die Zinsen, wird Gold noch attraktiver. Die Entwicklung des US-Dollar - schwächt der Dollar, steigt Gold.

Der Balkan reagiert auf seine Weise. Laut lizenzierten Händlern kaufen Bürger in den letzten Monaten zunehmend Investitionsgold - Goldbarren und Münzen als Sparform. Das ist Zeichen einer alten balkanischen Gewohnheit - wenn du der Bank nicht traust, traust du dem Metall.

Nicht alle Analysten sind optimistisch. Ein Teil warnt - der Markt ist unberechenbar. Der Preis kann weiter steigen, aber auch in wenigen Tagen um 5-10 Prozent korrigieren. Wer jetzt zu einem extrem hohen Preis kauft, kann kurz- und mittelfristig verlieren. Die Geschichte hat Beispiele - 1980 und 2011.

Für Balkan-Haushalte ist das ein Symptom. Liegt Gold über 4.000 Euro, suchen kleine Sparer einen Weg, ihr Erspartes zu schützen. Denar werden weggelegt, Euro werden gekauft, Goldbarren werden aus Tresoren geholt. Das ist kein Zeichen von Fortschritt - sondern von Angst. Und Angst lügt selten.

Was kommt? Es hängt von den Zentralbanken und der Geopolitik ab. Bricht ein neuer großer Konflikt aus, kann der Preis leicht über 4.500 Euro klettern. Beruhigen sich die Beziehungen USA-Iran und USA-China, ist auch ein Fall unter 3.700 Euro möglich. Zwischen diesen beiden Szenarien reist der balkanische Sparer mit einem Goldbarren im Ärmel.