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Gold mit kurzfristiger Korrektur - 127 Euro pro Gramm, 3.950 Euro pro Unze, und Zentralbanken kaufen still

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Der Goldpreis machte heute eine kurzfristige Korrektur - 1 Gramm 24-Karat-Gold liegt bei rund 127 Euro, eine Feinunze bei rund 3.950 Euro. Das ist ein „Rückgang" nach mehreren Wochen stetigen Wachstums. Deshalb heißt es „Korrektur", nicht Sturz. Der kleine Unterschied im Vokabular sagt viel: Der Markt fällt nicht, er ruht sich aus.

Analysten beschreiben die aktuelle Phase als „natürliche Korrektur" - Investoren sichern Gewinne, der Dollar stabilisiert sich, und Käufer haben einen Moment zum Neubewerten. Das ist kein Abwärtstrend. Klar gesagt - das ist ein kurzes Luftholen vor dem nächsten Anstieg.

Warum steigt Gold? Geopolitische Unsicherheit, Inflation in entwickelten Ökonomien und - vielleicht am wichtigsten - Zentralbanken stocken ihre Goldreserven aktiv auf. Wenn China, Indien, Türkei und Polen jährlich Tonnen Gold kaufen, ist das kein Signal eines stabilen Marktes - es ist ein Signal, dass sie Probleme erwarten. Und jeder aufmerksame Investor hat es gesehen.

Auf dem Balkan wächst das Interesse an Anlagegold. Lokale Edelmetallhändler melden höhere Nachfrage nach Gold in Münzform und kleineren Barren. „Lieber Gold in der Hand als ein Depot bei einer Bank in Skopje" - das ist Volksweisheit, und die Weisheit ist nicht grundlos. Nachdem die Menschen 1992-1995 ihre Ersparnisse in alten jugoslawischen Banken verloren haben, bleibt das Gedächtnis.

Eine Frage an den Leser: 127 Euro pro Gramm. Teuer oder billig? Vor fünf Jahren waren es 50 Euro. Vor zehn - 35 Euro. Das heißt, Gold hat sich in einem Jahrzehnt mehr als verdoppelt. Das heißt auch, der Euro hat an Kaufkraft verloren. Beide Aussagen sind wahr. Es geht nur um den Blickwinkel.