Skip to content

Trump fliegt mit 16 CEOs nach Peking: Musk, Cook, Boeing - aber Nvidia bleibt ohne Einladung

1 Min. Lesezeit
Teilen

Donald Trump reist diese Woche mit 16 CEOs der größten US-Konzerne nach Peking. Neben Elon Musk (Tesla) und Tim Cook (Apple) sind die Chefs von Boeing, BlackRock, Meta, GE Aerospace, Micron und dem Agrarriesen Cargill dabei.

Das Ziel - Handelsnormalisierung. Das erwartete Ergebnis - „Foren zur Erleichterung des bilateralen Handels und der Investitionen". Im Klartext - Washington und Peking versuchen, den Zollstreit zu schließen, der die globalen Märkte in den letzten drei Monaten erschüttert hat.

Eines der größten Geschäfte auf dem Tisch - 500 Boeing 737 MAX für China. Das wäre die erste chinesische Großbestellung amerikanischer Flugzeuge seit 2017. Für Boeing - eine Rettungsleine. Für China - die Botschaft, dass ein Teil des Handelsstreits verhandelbar ist.

Wer ist nicht mit an Bord? Jensen Huang, der Chef von Nvidia. Und das überrascht alle. China will gerade Zugang zu Nvidias hochentwickelten KI-Chips, und Huang ist derjenige, der sie verkauft. Trotzdem ist er nicht eingeladen.

Warum? Laut Henrietta Levin, ehemalige China-Direktorin im US-Nationalen Sicherheitsrat, ist der Grund die nationale Sicherheit. Huang war bereit, Trump zu einer stärkeren Öffnung des amerikanischen KI-Markts für China zu drängen - genau das, was Sicherheitsbehörden nicht wollen. Das Weiße Haus wählt - Handel mit Apple und Boeing, nicht mit Nvidia.

Zum Vergleich - 2017 flog Trump mit 29 CEOs nach Peking. Jetzt 16. In fünf Jahren hat sich die Delegation fast halbiert. Das spiegelt das schwierige politische Klima in den USA wider - nicht jedes Unternehmen ist offen für enge China-Beziehungen, und nicht alle sind auf dem weißen Flugzeug willkommen.

Für den Balkan ist das keine weit entfernte Nachricht. Ölpreis, Elektronikpreise, Ersatzteile - alles läuft über die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China. Bringt die Delegation Abkommen zurück, bedeutet das Preisstabilität. Kommt sie mit leeren Händen, warten neue Marktschocks. Und in der Regel zahlt der Balkan diese Schocks zuerst.