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Er wusste, dass die Insolvenz kommt, dann verschwanden 10 Fahrzeuge: 54 Millionen Denar in bar ohne eine einzige Rechnung

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Er wusste, dass die Insolvenz kommt, dann verschwanden 10 Fahrzeuge: 54 Millionen Denar in bar ohne eine einzige Rechnung

Zehn Fahrzeuge. Roller. Handelsware. Alles zusammen im Wert von knapp 74,7 Millionen Denar - und alles laut Strafanzeige der Finanzpolizei genau in dem Zeitraum aus der Firma verschwunden, in dem der Eigentümer bereits wusste, dass die Insolvenz unvermeidlich war. Als der Insolvenzverwalter kam, um die Masse aufzunehmen, aus der die Gläubiger befriedigt werden sollen, waren diese Fahrzeuge nicht da. Und es gab auch keine Unterlagen, die erklären, wo sie geblieben sind.

Die Finanzpolizeidirektion hat bei der Staatsanwaltschaft Skopje Strafanzeige gegen V.R. erstattet, Geschäftsführer und Eigentümer einer juristischen Person, sowie gegen die Gesellschaft selbst - wegen zweier Delikte des Strafgesetzbuchs: „Steuerhinterziehung“ nach Artikel 279 und „Gläubigerschädigung oder -begünstigung“ nach Artikel 257.

Die Zahlen, die unbezahlt bleiben

Die Rechnung ist konkret. Zehn Fahrzeuge im Wert von 69.719.484 Denar angeeignet, Roller für 545.000 Denar und Handelsware für 4.457.322 Denar. Nichts davon floss in die Insolvenzmasse. Ergebnis: Gläubigerforderungen in Höhe von 12.069.922 Denar bleiben vollständig unbefriedigt, davon 1.179.059 Denar der Steuerbehörde.

Die Gläubiger sind Firmen, die geliefert und auf ihr Geld gewartet haben. Sie stehen am Ende der Reihe, und in diesem Fall endete die Reihe vor ihnen.

Acht Jahre Bargeld ohne eine Rechnung

Der zweite Teil der Anzeige betrifft einen weit längeren Zeitraum - von 2011 bis 2019. Laut Finanzpolizei hob V.R. 53.872.587 Denar in bar ab, verbucht als „Material- und Reisekosten“. Ohne Verträge. Ohne Rechnungen. Ohne Lieferscheine. Ohne Quittungen. Ohne ein einziges Dokument, das die wirtschaftliche Begründung dieser Auszahlungen belegen würde.

Fast 54 Millionen Denar verließen die Kasse in acht Jahren, und die Buchhaltung führt dafür genau eine Position und keinen einzigen Nachweis. Gewinnsteuer von 5.387.259 Denar wurde nicht berechnet, ebenso wenig Lohnsteuer von 5.985.244 Denar.

Insgesamt wurden Gläubiger und Staatshaushalt nach der Berechnung der Finanzpolizei um 23.442.425 Denar geschädigt.

Wer hat da acht Jahre lang zugesehen?

Das ist eine Anzeige, kein Urteil - die Verantwortung stellen Staatsanwaltschaft und Gericht fest. Aber die Zahlen allein werfen eine Frage auf, die größer ist als dieser Fall. Barauszahlungen in dieser Größenordnung werden nicht leise verbucht. Sie laufen durch die Buchhaltung, durch Jahresabschlüsse, durch Steuererklärungen, die die Steuerbehörde sieht. Acht Jahre lang.

Die Finanzpolizei rechnete alles bis auf den Denar aus, nachdem die Firma gefallen war. Bleibt die Frage, warum die Abrechnung erst kommt, wenn aus der Insolvenzmasse nichts mehr zu verteilen ist. Eine Kontrolle nach der Insolvenz ist korrekt, gründlich und zu spät - und den Gläubigern bringt Korrektheit ihr Geld nicht zurück.