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19.031 geboren, 14.500 eingeschrieben: 26 Schulen schließen, und niemand zählt die Differenz

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19.031 geboren, 14.500 eingeschrieben: 26 Schulen schließen, und niemand zählt die Differenz

2020 wurden in Mazedonien 19.031 Kinder geboren. Diese Kinder sollen sich in diesem Herbst in die erste Klasse setzen. Bisher sind rund 14.500 eingeschrieben.

Die Differenz ist kein Rechenfehler und auch nicht endgültig - die Einschreibung läuft für Nachzügler bis Ende September. Doch selbst bei wohlwollendster Hochrechnung ist der Abstand zwischen Geburtenzahl und Zahl der Erstklässler zu groß, um mit Verwaltung erklärt zu werden. Bildungsministerin Vesna Janevska räumt selbst ein, dass es dieses Jahr mindestens 3.000 Erstklässler weniger geben wird als im Vorjahr.

Dreihundert Klassen weniger

Die Folge zeigt sich bereits im Stundenplan. Dieses Jahr gibt es rund 200 Klassen weniger in der Grundschule und rund 100 weniger in der Sekundarstufe. Das ist keine Entscheidung eines Verwaltungsrats - das ist die Zahl, die herauskommt, wenn niemand da ist, um die Bänke zu füllen.

„Was wir geschafft haben: Wir haben derzeit rund 200 Klassen weniger in der Grundbildung und 100 Klassen weniger in der Sekundarbildung“, sagte Janevska auf einer Pressekonferenz.

Diese Formulierung sollte man zweimal lesen. „Wir haben es geschafft“ - als handle es sich um das Ergebnis einer Politik und nicht um die Folge von Demografie. Die Optimierung des Netzes ist ein realer Bedarf, und die Ministerin hat Argumente dafür. Aber wenn leere Bänke als Erfolg präsentiert werden, geht die Frage verloren, warum sie leer sind.

Sechsundzwanzig Schulen schließen

Dieses Jahr werden 26 ländliche Schulen von selbst geschlossen: solche ohne jede Einschreibung von Erstklässlern, an denen jeweils fünf bis acht Kinder lernen. Das Argument der Ministerin lautet Qualität und Sozialisation: Eine isolierte Existenz mit kombinierten Klassen, in denen Schüler aus drei Jahrgängen im selben Raum sitzen, könne keine angemessene Bildung liefern.

„Wenn wir eine Zentralschule mit 200 Kindern haben und 2,5 Kilometer entfernt eine Schule mit 18 Kindern, gibt es keine Logik, diese 18 Kinder in jener Schule gefangen zu halten“, sagte Janevska. Die Grenze ist gesetzt: Kombinierte Klassen gibt es dort, wo die Außenstelle mehr als 15-20 Kilometer von der nächsten Zentralschule entfernt ist oder wo die Straßen für kleine Kinder nicht sicher sind.

Pädagogisch hat die These Substanz. Ein Kind, das mit zwei Gleichaltrigen lernt, hat tatsächlich schlechtere Sozialisation als eines in einer Klasse von zwanzig. Aber die Schließung einer Dorfschule ist nicht nur eine Bildungsmaßnahme. Sie ist ein Signal an alle, die in diesem Dorf geblieben sind, wohin die Sache läuft.

Weniger Schüler, danach weniger Studierende

Janevska zog die Linie selbst weiter: immer weniger Schüler in Grund- und Mittelschulen bedeuten zwangsläufig auch weniger Studierende. Sie denkt bereits in diesen Kategorien, was korrekt ist - und was bedeutet, dass die Folgen dieser Generation die nächsten fünfzehn Jahre im System ablesbar sein werden.

Von den übrigen Maßnahmen: Die Schulbücher sind verteilt und bereits in den Schulen, was die Ministerin als erstmals so früh abgeschlossen hervorhob. Der Schulbedarfszuschuss wurde um 15 Prozent gekürzt. Für die Studierendenmahlzeit ist vorerst keine Erhöhung geplant, weil, wie sie sagte, kein entsprechender Antrag von Studierendenorganisationen im Ministerium eingegangen sei.

Kein unbefristet beschäftigter Lehrer wurde entlassen, und in einigen Skopjer Gemeinden wie Aerodrom fehlt Personal, Einstellungen werden erwartet. Die Ganztagsmaßnahme - Unterricht mit zwei Klassenlehrerinnen im Schichtbetrieb bis 16 Uhr - wurde als Entlastung für Eltern präsentiert.

Die Frage, die auf der Pressekonferenz nicht vorkam

All das ist Verwaltung einer Folge. Keine dieser Maßnahmen betrifft die Ursache dafür, dass 19.031 geborenen Kindern 14.500 eingeschriebene Erstklässler gegenüberstehen. Die Differenz zwischen diesen beiden Zahlen löst man nicht mit einem Klassenplan.

Die Schließung von 26 Schulen ist im heutigen System ein rationaler Schritt. Die Frage ist, ob jemand zählt, wie viele Schulen bis 2035 schließen, wenn die Geburtenzahl weiter fällt - und ob es einen Plan gibt, der größer ist als eine jährliche Netzoptimierung.