Skopje atmete Rauch von zwei Bergen: 21 Brände an einem Tag, und der Vodno war sauber
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Das erste Gespräch mit dem Architekten drehte sich nicht um Stile, um Farben oder darum, welche Trends dieses Jahr getragen werden. Die Eigentümer wollten etwas viel Bodenständigeres: ein Zuhause, das Veränderungen aushält. Sie hatten ein kleines Kind und die Absicht, ein weiteres zu bekommen, also musste jede Entscheidung der Sanierung einer Lebensweise entsprechen, nicht einem Katalogfoto. Das klingt selbstverständlich, bis man es damit vergleicht, wie bei uns meist saniert wird - zuerst wird die Fliese gewählt, danach überlegt man, wie darauf gelebt wird.
Die Wohnung misst 120 Quadratmeter im Madrider Viertel Mirasierra und startete mit einem seltenen Vorteil: zwei breite Fassaden, die den ganzen Tag Licht hereinlassen. Das Problem war, dass der alte Grundriss diesen Vorteil vergeudete - eine Reihe kleiner abgetrennter Räume und lange Flure, durch die das Licht nirgendwohin gelangte. Die Sanierung drehte die ganze Logik um: Die überflüssigen Trennwände fielen, und die zuvor verborgene Betonkonstruktion wurde zu einem der Hauptmerkmale des Raums.

Der klügste Zug im ganzen Projekt ist die verglaste Trennwand zwischen Küche und Wohnzimmer. Sie teilt, verbindet aber zugleich - vom Wohnungseingang aus sieht man in einer Linie Küche, Essbereich und am Ende den Garten. Architekt Jorge Alonso erklärt es schlicht: Er wollte, dass das Licht beider Fassaden durch das ganze Haus wandert, ohne Räume hinter blickdichten Wänden. Für eine Familie mit kleinen Kindern bringt das Glas auch etwas Praktisches - wer kocht, verliert das Spielzimmer nie aus den Augen.
Der Wohnbereich ist um ein L aus Sofa und Chaiselongue arrangiert, dazu ein runder Beistelltisch und ein niedriges Holzelement unter dem Fernseher. Der Essbereich liegt direkt hinter dem Sofa - ein ovaler Tisch und vier Holzstühle mit Sitzflächen aus Naturfaser. Kein Stück versucht, die Hauptrolle im Raum zu spielen. „Für mich sind Architektur und Innenraumgestaltung nie zwei getrennte Phasen“, sagt Alonso. „Vom ersten Moment an denke ich Konstruktion, Beleuchtung, Materialien und Möbel als Teil eines Plans.“
Die Küche ist L-förmig angelegt, mit zwei unterschiedlichen Oberflächen, was in der Mitte Platz für einen runden Tisch und vier grüne Stühle schafft. Diese Stühle sind die einzige laute Farbe im Raum und stehen nicht zufällig dort - das ist die Ecke für Frühstück, Zwischenmahlzeiten und Abendessen unter der Woche. Der Rest ist Weiß, Holz und warme Töne, eine Palette, die jene Ruhe halten soll, die sich die Eigentümer von Anfang an wünschten.

Im Schlafzimmer taucht der Sichtbeton wieder auf, ein Detail, auf das der Architekt offen stolz ist. „Es geht nicht darum, neue Architektur aufzudrängen, sondern die vorhandene freizulegen und zu verstärken“, sagt er. Das Schlafzimmer hat einen Kleiderschrank vor dem Bett und ein in den Raum integriertes Bad; das Holzelement, das weiße Waschbecken und die Bronzedetails geben ihm eine Wärme, die nicht altert. Das zweite Bad ist der Ort, an dem sich das Haus entspannt - geometrische Bodenfliese, ein Fliesenfries im unteren Wandbereich und glatte Farbe darüber, in Weiß und Grün.
Das Kinderzimmer trägt dieselbe Idee im kleineren Format: Tiertapete in Gelb und Grau, Textilien mit verspielten Formen und ein großer Teppich. Die hellste Ecke blieb bewusst dem Spielen vorbehalten, mit einem niedrigen Schubladenelement, das Bilderbücher und Spielzeug schluckt. Nichts davon ist teuer - das ist Grundriss, nicht Budget.
Der schönste Teil der Geschichte kam später. Bei einem Kontrollbesuch teilten die Eigentümer dem Architekten mit, dass sie ein zweites Kind erwarten. Das Haus, das er für eine wachsende Familie entworfen hatte, begann zu wachsen, bevor es überhaupt vollständig bewohnt war. Und das ist auch das einzige Maß, nach dem sich eine Sanierung beurteilen lässt - ob das Haus es aushält, dass sich sein Leben ändert, oder ob es erneut aufgerissen werden muss, sobald sich die Familie ändert.
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