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Der Koffer, der nicht in den Rahmen passt: zehn Fehler, durch die das billige Ticket am Schalter teuer wird

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Der Koffer, der nicht in den Rahmen passt: zehn Fehler, durch die das billige Ticket am Schalter teuer wird

Fast jede Geschichte über einen teuren Flug beginnt nicht im Flugzeug. Sie beginnt am Schalter, wenn die Mitarbeiterin den Koffer in den Metallrahmen stellt und sagt, er passe nicht. Dann wird aus dem Ticketpreis, der nach einem guten Geschäft aussah, etwas ganz anderes.

Der häufigste Fehler ist zugleich der simpelste: Der Passagier glaubt, das Handgepäck sei im Preis enthalten. Bei Billigfluglinien ist es das meist nicht. Im Ticket enthalten ist nur eine kleine persönliche Tasche unter dem Sitz - Rucksack, Handtasche, kleines Täschchen. Der Rollkoffer, der in das Fach über dem Kopf kommt, wird gesondert bezahlt, und die Maße unterscheiden sich von Airline zu Airline. Deshalb liest man die Bedingungen vor dem Kauf und nicht vor dem Einsteigen.

Die Stunden, die niemand zählt

Der zweite Fehler ist der Check-in. Jede Fluglinie hat ihr eigenes Zeitfenster - von dreißig Tagen bis vierundzwanzig Stunden vor Abflug. Der Online-Check-in ist keine Formalität: Es ist der Moment, in dem der Sitz gewählt wird und die Chance besteht, neben der Person zu sitzen, mit der man reist. Wer bis zum Flughafen wartet, verliert die Wahl und riskiert Probleme mit den Dokumenten.

Mit der Ankunft ist es ähnlich. Empfohlen werden zwei bis vier Stunden vorher, je nach Ziel. Das ist keine Übertreibung - das ist die Summe aus Sicherheitsschlangen, Passkontrolle bei Flügen außerhalb des Schengenraums, Weg zum Terminal und möglichem Gate-Wechsel. Und die Gepäckaufgabe hat ihre eigene Frist, die vor dem Abflug schließt.

Ein Pass, der gültig ist, aber nicht genug

Bei den Dokumenten gehen ganze Urlaube verloren. Der Name auf dem Ticket muss mit dem im Pass übereinstimmen - Buchstabe für Buchstabe. Der Pass muss gültig sein, doch viele Länder verlangen weitere drei bis sechs Monate Gültigkeit über das Reisedatum hinaus. Wurde der Pass erneuert, verlieren an den alten gebundene elektronische Genehmigungen ihre Gültigkeit. Auch für Kinder wird eigene Dokumentation verlangt, ebenso für Länder, die man nur durchquert.

Die Bordkarte wird zu Hause heruntergeladen und sowohl auf dem Telefon als auch auf Papier aufbewahrt. Akkus fallen aus, Apps zicken, Flughafen-Internet ist kein Versprechen. Manche Flughäfen verlangen zudem eine Validierung am Schalter.

Was nicht in den aufgegebenen Koffer darf

Medikamente, Lithiumbatterien und ein Satz Wechselkleidung gehören ins Handgepäck. Nicht wegen einer Vorschrift, sondern weil aufgegebenes Gepäck sich verspäten oder verloren gehen kann - und dann fehlt genau das, was man am dringendsten braucht.

Terminals werden geprüft, besonders bei Städten mit mehreren Flughäfen - London hat fünf, Paris drei. Der Rückflug startet mitunter von einem anderen Terminal als dem, an dem man gelandet ist. Und bei Anschlüssen: Sind beide Flüge auf derselben Buchung, muss die Airline bei Verspätung umbuchen. Wurden sie getrennt gekauft, schuldet niemand etwas. Mindestens anderthalb Stunden für einen Anschluss im Schengenraum, anderthalb bis zwei für einen internationalen.

Die Versicherung ist der letzte Punkt und der, den man am leichtesten überspringt. In den USA und Kanada gilt die europäische Krankenversicherungskarte gar nichts, und die Rechnungen dort sind vierstellig. Dasselbe gilt für Japan. Für lange Reisen mit Umstiegen, fürs Skifahren und Tauchen und für teure, nicht erstattbare Buchungen.

Zehn Punkte, keiner davon kompliziert. Alle lassen sich in einer halben Stunde klären, bevor das Ticket bezahlt wird. Die Frage ist, warum wir diese halbe Stunde nie haben, die drei Stunden am Flughafen aber immer irgendwie finden.