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Den Krieg im Iran zahlt jeder Bewohner des Planeten Erde

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Der Preis des neuen geopolitischen Spiels im Nahen Osten wird nicht nur von den Akteuren auf der Bühne bezahlt - wir alle werden ihn bezahlen. Jeder Mensch, in jedem Land. Der Konflikt im Iran, in den Israel und die USA verwickelt sind, hat den Ölpreis bereits von 60 auf 108 Dollar pro Barrel hochgetrieben. Das ist nicht nur eine Zahl an der Börse - das ist der Alarm für einen globalen Wirtschaftssturm, der jede Küche und jeden Tank erreicht.

Wenn das Öl steigt, wird nicht nur Sprit teurer. Alles wird teurer. Vom Brot auf dem Tisch bis zur Kleidung auf dem Rücken. Der Transport wird teurer, die Produktion klettert, und Händler reichen die Rechnung ohne viel nachzudenken an den Endverbraucher weiter. Die Kette ist einfach - und brutal. Wer auf dem Markt in Skopje oder Belgrad einkauft, spürt den Preisanstieg bei Eiern, auch wenn er kein Auto fährt und nie von Hormus gehört hat.

Das ist nicht nur eine Energiekrise, das ist ein Schlag gegen den Alltag. Landwirtschaft hängt vom Sprit ab, Industrie vom Transport, Geschäfte von der Versorgung. Wenn der Ölpreis explodiert, beginnt das ganze System zu wanken. Die Bäckerei zahlt für Strom, der Müller für Diesel, der Spediteur für die Straße. Und am Ende landet die Rechnung immer beim einfachen Menschen. Ein Rentner in Bitola kann zu Israel nicht "nein, danke" sagen.

Immer mehr Menschen fragen sich heute, ob dieser Krieg im Iran wirklich unvermeidlich war. In einer Zeit, in der diplomatische Kanäle existieren, in der die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Staaten so groß ist wie nie zuvor, bleibt das bittere Gefühl, dass der Konflikt hätte verhindert - oder zumindest verzögert - werden können. Die Großmächte haben nie erklärt, warum der Moment für Bomben genau dann kam, als die Tür für Verhandlungen noch offen war.

In einem Moment, in dem die diplomatischen Kanäle noch offen waren, hat die neue Eskalation um den Iran erneut die Frage nach dem Respekt für internationale Regeln aufgeworfen. Laut einem Teil der Analysten und der Öffentlichkeit geschehen die Aktionen der USA und Israels in sensiblen Momenten - genau während Verhandlungsversuche laufen - was die Aufrichtigkeit der diplomatischen Prozesse infrage stellt. Es ist ein Muster, das der Balkan gut kennt: Wenn die Großen verhandeln, zahlen die Kleinen. Die neunziger Jahre haben uns das gelehrt. Jetzt wird eine neue Rechnung zugestellt, nur mit anderen Adressen auf dem Umschlag.