Gazi Baba kündigt über 60 Sommerprojekte an: neue Straßen, Kindergärten und Schulen
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12.04.2026
Neubauten sehen selten wie ein Zuhause aus - öfter sehen sie aus wie ein Katalog. Doch ein 300 Quadratmeter großes Familienhaus in Madrid, entworfen für ein junges Paar mit drei Töchtern, beweist, dass auch ein Neubau warm, ruhig und zutiefst persönlich sein kann, ohne sich in eine kalte Ausstellung teurer Stücke zu verwandeln.
Das Herz des Wohnzimmers ist ein motorisierter Bioethanol-Kamin, eingefasst in schwarzen Marquina-Marmor, vor einer anthrazitfarbenen Wand. Das ist kein Zufall - der dunkle Hintergrund lässt die Kunstwerke ringsum hervortreten, darunter eine markante Leinwand links vom Kamin. Der Raum balanciert eine ruhige Basis mit einem sorgfältig gewählten Dialog zwischen Architektur, Möbeln und Kunst.
Der Hauptsitzbereich geht den umgekehrten Weg: helle Sofas und große Teppiche schaffen eine gelassene Basis, während grafische Kissen in Grün, Blau und Schwarz Charakter hineinbringen. Für eine Familie mit drei Kindern ist die Idee klar - ein Raum, in dem man leben kann, nicht nur einer, den man anschaut. Hinter dem Sofa kombiniert ein maßgefertigtes Regal offene Fächer für Bücher und Keramik mit geschlossenen unteren Modulen für alles, was aus dem Blickfeld verschwinden soll.
Hinter dem Sofa steht eine Konsole mit schwarzem Metallrahmen und einer Steinplatte, niedrig genug, um den Blick nicht zu unterbrechen. Hohe grüne Zweige bringen Höhe und Frische und verbinden das Interieur mit dem Licht draußen. Vom Salon aus blickt ein großes raumhohes Fenster mit leichten Vorhängen auf den vorderen Innenhof, wo ein rosafarbener runder Marmortisch eine Sitzecke verankert.
Genau dieser vordere Innenhof ist eine der schönsten Lösungen im Haus. Statt eines gewöhnlichen Eingangs ist er in ein Outdoor-Wohnzimmer verwandelt - üppiges Grün, das die Wände weicher macht, Außensofas und Sessel sowie gestreifte Textilien, die eine entspannte, luftige Atmosphäre schaffen. Die ganze Philosophie des Projekts steckt darin: jeden verfügbaren Meter für vielfältige familiäre Nutzung sinnvoll zu machen.
Das Esszimmer ist optisch durch schwarz gerahmte Glastrennwände abgetrennt, die das Licht durchlassen, aber Struktur geben. In seiner Mitte steht eine maßgefertigte Vitrine aus dunklem Holz mit Glastüren, in der das Geschirr aufbewahrt wird. Stühle und Teppich runden die Szene ab, und ein großes Diptychon bringt Farbe - ein Beweis, dass Kunst hier nicht allein dem Salon vorbehalten ist.
Die Küche ist dunkel, klar und mit dem Licht verbunden - Schränke mit klaren Linien ohne visuelles Chaos und große Fenster, die auf den zentralen Innenhof blicken. Dieser Innenhof ist der eigentliche Verbinder des Hauses: durch die großen Glasflächen kommunizieren Küche, Esszimmer und Wohnzimmer miteinander, und das Licht wandert durch das ganze Haus und vervielfacht das Gefühl von Raum.
Das Schlafzimmer führt Farbe behutsam ein - ein Leinenpaneel in einem sanften Petrolton hinter dem Bett, mit einem getäfelten Detail im selben Ton vor hellen Kissen. Das Bad wiederum kombiniert helle Wände, eine freistehende Wanne und einen warmen hölzernen Waschtisch mit Steinplatte. Im ganzen Haus funktioniert Kunst als Sprache, nicht als Schmuck. Und genau das ist die Lektion für jeden, der baut oder renoviert: Ein Zuhause wird nicht für ein Foto gemacht, sondern für das Leben, das sich darin entfalten wird.
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