Skip to content

Mazedonien an der Spitze der IOTA: Steuerbehörde übernimmt den Vorsitz der Steuerverwaltungen

1 Min. Lesezeit
Teilen
Mazedonien an der Spitze der IOTA: Steuerbehörde übernimmt den Vorsitz der Steuerverwaltungen

Mazedonien landet selten an der Spitze internationaler Organisationen, und wenn es geschieht, ist es erwähnenswert. Die Behörde für öffentliche Einnahmen (UJP) hat den einjährigen Vorsitz der Inner-Europäischen Organisation der Steuerverwaltungen (IOTA) übernommen.

Die Übernahme fand bei einer feierlichen Zeremonie im Rahmen der 30. Generalversammlung der Organisation in Budapest statt. Damit wird Mazedonien im kommenden Jahr die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Steuerverwaltungen anführen - ein Gremium, das Dutzende Länder im Austausch von Erfahrungen, Standards und im Kampf gegen Steuerbetrug zusammenbringt.

Die Anerkennung ist nicht symbolisch. Die IOTA ist ein Raum, in dem Praktiken vereinbart werden, die später in die heimische Steuerpolitik einfließen - von der Digitalisierung der Erhebung bis zum Kampf gegen die Schattenwirtschaft. Die mazedonische Steuerbehörde an der Spitze dieses Tisches bedeutet einen Ort, an dem unsere Stimme gehört wird, statt sich nur den Entscheidungen anderer anzupassen.

Freilich ist der Vorsitz auch eine Prüfung. Das Amt zu bekommen ist das eine, dass es konkreten Nutzen bringt - bessere Erhebung, weniger Steuerschlupflöcher, eine effizientere Verwaltung zu Hause - das andere. Wenn sich das Jahr an der Spitze der IOTA in echte Reformen innerhalb der UJP umsetzt, ist das eine Nachricht zum Feiern. Bleibt es nur eine Zeremonie in Budapest, ist es ein weiterer Titel für die Schublade.