Fünfzig Millionen Euro an einer fehlenden E-Signatur gescheitert: Warum Skopje in Bussen ohne Klima schmort
10.06.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Was passiert, wenn eine 160 Quadratmeter große Wohnung in Mailand beschließt, keiner anderen zu gleichen? Das Studio Paolo Frello & Partners übernahm ein Gebäude aus der Nachkriegszeit - das Werk der Architekten Asnago und Vender, mit typischem Grundriss der Fünfziger - und verwandelte es in ein Zuhause, inspiriert von den Nachtclubs der Siebziger. Ohne nostalgische Rührseligkeit: Farbe und Licht sind hier keine Dekoration, sondern ein architektonisches Werkzeug, das den Raum definiert und die Bewegung durch ihn lenkt.
Die Geschichte beginnt schon am Eingang: ein abgerundetes Vestibül mit dunklem Eichenparkett im Fischgrätmuster, das als runder Verteiler zwischen Tag- und Nachtzone dient. Das zentrale Element ist ein geschwungener Stauraumkörper aus Metall mit gerippten Glasröhren, in den sowohl die Beleuchtung als auch die Schränke eingebaut sind - Möbel, die zugleich Wand und Lampe sind.
Das Wohnzimmer ist als bewohnte Bibliothek gedacht. Ein schwarzes Regal vom Boden bis zur Decke hält die gesamte Büchersammlung der Besitzer, und davor stehen zwei legendäre Soriana-Sofas von Cassina - eines blau, eines grau. Die Mitte hält ein maßgefertigter Tisch aus schwarzem Lack und Rauchglas.
In der Ecke des Wohnzimmers verbirgt sich das direkteste Zitat der Club-Ästhetik: eine Bar-Ecke mit verspiegelten Wänden und Regalen für Flaschen. Der Fernseher steht auf einem Element aus Heidekrautholz mit Bronzesockel und lackiertem Glas obenauf - Materialien, die in den Siebzigern der Gipfel des Glamours waren und heute durch die große Tür zurückkehren.
Die Küche ist der mutigste Schritt in der Wohnung: ganz in tiefes, gesättigtes Blau gehüllt, das mitten am Tag eine nächtliche Atmosphäre schafft. In ihrer Mitte steht eine monolithische Küche aus Edelstahl (Euromobil), und ein hoher Tisch für sechs mit einer dramatischen Pendelleuchte ahmt bewusst eine Bartheke nach. Es ist keine Küche, in der man kocht und flieht - es ist ein Raum, in dem sich das Abendessen bis Mitternacht hinzieht.
Das Schlafzimmer setzt dieselbe Logik des Umhüllens fort: Wand und Boden sind im selben warmen Spektrum, und das Kopfteil des Betts - in tiefem Blau gepolstert - erstreckt sich von Wand zu Wand. Die Einbauschränke sind mit Stoff im Siebziger-Muster bezogen, und eine verspiegelte Schiebetür führt zur Ankleide.
Es gibt drei Bäder, und keines ist „das weiße": Das Hauptbad ist mit Mutina-Fliesen in dunklen Tönen verkleidet, die die Dusche umhüllen, mit maßgefertigten Waschbecken; das zweite hat eine Wanne in einer abgerundeten Nische mit wärmeren Tönen; und das Gästebad erlaubt sich am meisten - orientalische Tapeten (Jannelli & Volpi) und einen hinterleuchteten Spiegel statt einer klassischen Lampe.
Die Lehre einer Mailänder Wohnung für unsere Räume? Sie liegt nicht im Budget, sondern im Mut: eine tief gefärbte Ecke, eine gepolsterte Wand, ein Raum, der sich nicht für seinen Charakter entschuldigt. Die meisten unserer Wohnungen sind dasselbe Nachkriegserbe mit „typischem Grundriss" - und vom typischen Grundriss zu einem Raum mit Seele führt, wie dieses Beispiel zeigt, der Weg über die Farbe, nicht über das Einreißen von Wänden.
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