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Milan klopft an Iraolas Tür: Nach einer katastrophalen Saison ist der spanische Bournemouth-Trainer Plan A

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Milan klopft an Iraolas Tür: Nach einer katastrophalen Saison ist der spanische Bournemouth-Trainer Plan A

Milan zerbrach am letzten Tag der Saison - vom dritten auf den fünften Platz nach der Niederlage in Cagliari - und versucht nun, den Klub aus der grössten Krise des letzten Jahrzehnts zu ziehen. Erster Schritt: Kontakt zu Andoni Iraola, dem spanischen Trainer, der Bournemouth zum ersten Mal in der 127-jährigen Vereinsgeschichte nach Europa brachte.

Der Umbau ist brutal. Massimiliano Allegri wurde entlassen, zusammen mit Sportdirektor Igli Tare, CEO Giorgio Furlani und Technischem Direktor Geoffrey Moncada. Die Eigentümer des italienischen Giganten bezeichneten die Saison als „schlichtes Scheitern" - eine Formulierung mit wenig Spielraum.

Milan startete brillant in die Saison und galt lange als Favorit auf den Scudetto, brach aber in der zweiten Hälfte ein. Die finale Niederlage gegen Cagliari am letzten Spieltag besiegelte den Absturz. Der siebenmalige Champions-League-Sieger spielte die zweite Saison in Folge ohne europäisches Eliteturnier. Jetzt - Europa League als magere Tröstung.

Warum Iraola? Der spanische Trainer beendete die Saison mit 18 Premier-League-Spielen ohne Niederlage. Mit Bournemouth - einem Klub mit kleinem Budget, der vor dem Sommer Stars wie Illja Sabarnyj, Dean Huijsen und Milos Kerkez verkauft - spielte er Fussball, der Crystal Palace und Bayer Leverkusen anzog.

Dennoch steckt eine seltsame Logik in Milans Schritt. Der italienische Fussball steckt in recycelten Ideen und bekannten Namen fest - Conte, Allegri, Spalletti. Alle haben Titel, aber wenig neue Energie. Iraola, der von Rayo Vallecano ohne grosse Trophäen kommt, bringt etwas anderes: ein modernes Schema, Pressing weit oben, Disziplin unter Druck.

Wird Milan ihn überzeugen, beim italienischen Giganten zu bleiben statt in die Premier League zu gehen? Diese Frage werden die kommenden Wochen beantworten. Vorerst wissen alle, dass die Gespräche offen sind, und Milan hat nicht viel Zeit.