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Milwaukee ließ Giannis für einen litauischen Teenager gehen, Dončić baut schon seine Lakers, während LeBron nur zaudert

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Milwaukee ließ Giannis für einen litauischen Teenager gehen, Dončić baut schon seine Lakers, während LeBron nur zaudert

Milwaukee ließ Giannis gehen - und bekam dafür einen 19-jährigen Litauer

Die NBA erlebte ihren Sommer der Erschütterungen: Milwaukee tauschte Giannis Antetokounmpo, den einzigen Superstar, den der Klub je hatte, zusammen mit Bobby Portis, in einem Deal, der das Schicksal zweier Franchises verändert. Aus Miami kamen zurück Tyler Herro, Kel'el Ware, Jaime Jaquez Jr., fünf Draftpicks und - der Schlüssel der ganzen Geschichte - Kasparas Jakučionis, ein 19-jähriger litauischer Aufbauspieler. Sie halten so viel von dem Jungen, dass Milwaukees Führung nach Bologna fliegt, nur um ihn für Litauen spielen zu sehen. Bei seinem Debüt für die Nationalmannschaft legte der Youngster 16 Punkte, 7 Rebounds und 6 Assists auf. Wenn eine ganze Franchise dich gegen den besten Spieler ihrer Geschichte tauscht, ist das Gewicht der Erwartungen schwer - und wieder trägt Europa einen der Seinen auf dem Rücken.

LeBron hält die NBA erneut als Geisel seiner Verhandlungen

Mit 40 ist LeBron James noch immer der Mann, um den sich ein ganzer Sommer dreht. Sein Agent Rich Paul reiht öffentlich die möglichen Ziele auf: Philadelphia, Miami, Minnesota, Denver, Cleveland als die ernsthaftesten, dann Golden State, Dallas, Boston, San Antonio und New York als Reserve. Und dann der Satz, der alles sagt: „Hätten die Knicks nicht den Titel geholt, gäbe es keine Liste - er würde zu ihnen gehen." Der Mann suchte sich also einen Meister aus, kein Projekt. Da ist etwas ausgesprochen Balkanisches - abzuwarten, wer gewonnen hat, und erst dann eine Seite zu wählen. Nur ist es bei LeBron keine Feigheit, sondern eine zweiundzwanzigste Saison, in der er sich weiterhin selbst die Regeln schreibt.

Dončić wartet nicht - er baut schon seine Lakers

Während LeBron zaudert, handelt Luka Dončić. Berichten zufolge drängte das slowenische Ass Los Angeles persönlich, Center Walker Kessler aus Utah zu holen - einen Spieler, den Dončić als langfristigen Korbbeschützer neben sich wollte. Der Preis ist nicht klein: zwei ungeschützte Erstrundenpicks 2031 und 2033, dazu Swaps 2028 und 2030, und Kessler unterschrieb einen Vertrag über 130 Millionen Dollar für vier Jahre. Eine Botschaft, die keinen Raum für Interpretationen lässt: Das ist nicht mehr LeBrons Team, sondern das Team, das Dončić will. Noch ein Mann vom Balkan - denn Slowenien ist ebenso Teil dieser Geschichte wie wir - der in Amerika nicht auf Erlaubnis wartet, um das Kommando zu übernehmen.

Mazedonien reiste bereits durch nach Luxemburg, aber mit einem neuen Gesicht

Die Basketball-Nationalmannschaft Mazedoniens hat das Wichtigste in der Vorqualifikation für die EuroBasket 2029 bereits erreicht - mit einem Sieg über Irland sicherte sie sich den ersten Platz in Gruppe „A" und einen Platz in der zweiten Runde. Deshalb ist das Duell mit Luxemburg, das letzte der ersten Phase, eher eine Ouvertüre als eine Prüfung, wie auch Trainer Berrocal einräumte. Das Team reiste mit verändertem Kader, mit einem neuen Amerikaner, ohne Martin Jakimovski, und der junge Pavel Ivanov gibt sein Debüt, dem die Trainings offensichtlich die Tür öffneten. Die zweite Runde beginnt am 27. August - und genau dort, nicht gegen Luxemburg, wird sich zeigen, wie viel diese Generation wirklich wert ist.

Ein leiser Wechsel bei Pelister: Der Klub verändert sich per Facebook-Post

Bei KK Pelister aus Bitola hat sich die Führung geändert, und die Art, wie es ans Licht kam, sagt mehr als die Nachricht selbst. Keine Ankündigung, keine Pressekonferenz, keine Begründung - nur eine kurze Mitteilung, auf die Facebook-Seite des Klubs geworfen, mit der die Öffentlichkeit erfuhr, dass Predrag Sozovski der neue Geschäftsführer ist. Im Hintergrund zieht sich eine Spannung zwischen der „Taskforce"-Struktur und der Gemeinde Bitola. Wenn ein Klub, der von öffentlichem Geld lebt, seine Führung wechselt, als lösche er einen Kommentar in sozialen Medien, stellt sich die Frage von selbst: Vor wem genau wird die Erklärung versteckt? Fans, die die Halle füllen, verdienen mehr als einen Facebook-Status.