Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Wenn ein Mann, der 145 Milliarden Dollar im Jahr auf künstliche Intelligenz wirft, vor seine Mitarbeiter tritt und zugibt, dass die Dinge nicht so gelaufen sind, wie er versprochen hatte, ist das keine Kleinigkeit. Genau das tat Mark Zuckerberg bei einer internen Sitzung bei Meta und räumte ein, dass die Entwicklung sogenannter KI-Agenten „nicht so beschleunigt wurde, wie wir erwartet hatten".
Das ist derselbe Mann, der monatelang eine künftige Welt verkaufte, in der autonome KI-Agenten statt Menschen arbeiten würden. Nun, leise, vor den eigenen Leuten, ist die Geschichte eine andere. Zuckerberg gab sogar zu, dass auch die Entlassungen nicht „so sauber" verliefen wie geplant und dass die erwarteten Vorteile des ganzen Umbaus „sich noch nicht eingestellt haben". Optimismus gibt es - er sagt, in drei bis sechs Monaten werde sich eine Besserung zeigen. Aber „ich verspreche, bald wird es besser" klingt jedem vertraut, der schon einmal auf einen Handwerker gewartet hat.
Die Zahlen hinter diesem Eingeständnis sind brutal. Anfang dieses Jahres entließ Meta rund 8.000 Menschen - fast 10 Prozent der Belegschaft - und versetzte weitere 7.000 in KI-Einheiten, darunter eine mit dem klangvollen Namen „Agent Transformation". Die Idee war einfach: weniger Menschen, mehr KI, schneller. Das Ergebnis ist bislang das Gegenteil - Berichte sprechen von ernsthaft beschädigter Moral unter den Ingenieuren, die in diese neuen Abteilungen geworfen wurden.
Es gibt hier etwas, das man sich merken sollte. Die ganze Branche überzeugt uns seit Monaten, dass KI-Agenten schon da seien, dass die menschliche Arbeit auf dem Weg ins Museum sei. Und dann sagt der Mann an der Spitze eines der reichsten Technologiekonzerne der Welt, hinter verschlossenen Türen, dass die Technik schlicht nicht im Tempo liefert, das die Aktionäre verlangten. Die Frage stellt sich von selbst: Wenn Meta mit 145 Milliarden im Jahr die Agenten nicht beschleunigen kann, wem genau wird die Geschichte verkauft, das sei schon erledigt?
Das heißt nicht, dass künstliche Intelligenz ein Betrug ist - sie ist real und verändert vieles. Doch der Abstand zwischen dem, was auf der Bühne versprochen wird, und dem, was in einer internen Sitzung zugegeben wird, ist genau der Ort, an dem die Wahrheit über diese Technik lebt. Und diese Wahrheit wartet, zumindest vorerst, noch drei bis sechs Monate.
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