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Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz

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Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz

Noch eine Festnahme in Ohrid, noch eine Durchsuchung, noch eine Waage mit weißem Pulver darauf. Die Polizei nahm einen 45-jährigen Mann aus Ohrid fest, nachdem eine gerichtlich angeordnete Durchsuchung seiner Wohnung Marihuana und eine Digitalwaage mit Resten eines unbekannten weißen Pulvers zutage gebracht hatte.

Die Festnahme erfolgte am 3. Juli gegen 11:15 Uhr. Neben dem Marihuana und der Waage wurden weitere Gegenstände gefunden, und die Polizei kündigt eine Strafanzeige an. Die Digitalwaage ist das Detail, das die Geschichte verändert - sie steht selten in der Wohnung von jemandem, der nur ein bisschen Gras für sich selbst hat. Sie ist ein Werkzeug zum Abwiegen und Weiterverkaufen, ein kleines Glied in einer Kette, die immer weiter nach oben führt.

Und genau hier bleiben solche Meldungen meist stehen - bei einem Namen, einer Waage, einer Durchsuchung. Die Polizei hat ihre Arbeit vor Ort getan, und das ist anzuerkennen. Aber die Menschen in Ohrid wissen genau, dass es solche Festnahmen regelmäßig gibt, und trotzdem versiegt das Angebot auf der Straße nie. Löst das Festnehmen Einzelner also das Problem, oder hält es nur die Illusion aufrecht, dass sich etwas ändert?

Die Antwort darauf steht nicht in einem Polizeibericht, sondern in dem, was danach kommt - ob der Fall die eigentliche Kette über dem Kleindealer erreicht, oder als weitere „Drogen sichergestellt"-Statistik endet, die auf dem Papier gut aussieht. Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz. Die Frage ist, ob überhaupt jemand den größeren jagt.