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„Wir haben fünf Nächte nicht geschlafen“: Kinder in Ohrid unangemeldet untergebracht - nach der Kontrolle fragt niemand

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„Wir haben fünf Nächte nicht geschlafen“: Kinder in Ohrid unangemeldet untergebracht - nach der Kontrolle fragt niemand

„Geschrei, Schlägereien untereinander, Kreischen auf Straßen und Balkonen um 4, 5 und 6 Uhr morgens. Wir haben fünf Nächte nicht geschlafen.“ Das ist ein Auszug aus dem Beitrag der Ohrider Autorin Jasmina Petkovska, bekannt als „Der weiße Schwan“, die auf Facebook auf das Verhalten eines Teils der minderjährigen Besucher reagierte, die in den vergangenen Tagen ohne Eltern in Ohrid waren.

Ihren Angaben zufolge wurden Gruppen von Kindern im Alter von 14 bis 16 Jahren zu jeweils rund zehn in einer Wohnung untergebracht. Ein Teil der Jugendlichen war unangemeldet, hinterließ Müll, beschädigte Gemeinschaftsräume und konsumierte Alkohol sowie unerlaubte Substanzen. Sie nahm sowohl die Eltern als auch die Eigentümer in die Pflicht, die ihnen die Wohnungen vermieten.

„Ein Tausender mehr zählt mehr als die Ruhe, die Angst und die Belästigung der Nachbarschaft“, schrieb die Autorin.

Das ist keine Erziehungsfrage. Das ist eine Anmeldefrage.

Der Beitrag brachte die sozialen Netzwerke in Wallung, weil er die elterliche Verantwortung traf - das leichteste Ziel und das am wenigsten regulierte. Doch im selben Beitrag steht ein Detail, das reine Sache der Kontrollbehörden ist und nicht der Kommentarspalte: Die Kinder waren unangemeldet.

Die Anmeldung von Gästen in privater Unterkunft ist keine Empfehlung und keine Frage des Anstands. Sie ist eine gesetzliche Pflicht des Anbieters. Rund zehn Minderjährige in einer Wohnung, ohne Anmeldung, bedeutet entweder einen Eigentümer, der keine Aufzeichnungen führt, oder einen, der sie bewusst nicht führen will. In beiden Fällen gibt es eine Adresse, einen Namen und eine zuständige Behörde, die an dieser Adresse erscheinen müsste.

Welche dieser Behörden war in diesen fünf Nächten in Ohrid? Aus dem Beitrag ergibt sich: keine. Sonst müssten die Anwohner das Problem nicht über Facebook lösen.

Die meistbesuchte Woche des Jahres, und niemand mit Zuständigkeit vor Ort

Das ist die Zeit des größten Sommerandrangs in Ohrid. Das heißt maximaler Umsatz für die Vermieter, maximaler Druck auf die kommunalen Dienste und maximale Auslastung jeder Kapazität in der Stadt. Und es ist genau die Zeit, in der die Kontrolle am stärksten sein müsste, nicht am schwächsten.

Stattdessen hat das Thema eine Frau aufgemacht, die fünf Nächte nicht geschlafen hat. Ihr Beitrag stellt erneut die Frage nach der Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger, nach der Anmeldung von Touristen und nach der Verantwortung derer, die Wohnungen vermieten. Die Frage steht im Raum. Ob jemand mit Dienststempel sie liest, bleibt abzuwarten.