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Ein Liter Milch für 23 Denar, die Prämie seit Juli letzten Jahres ausgeblieben: Viehhalter aus Pelagonien gehen auf die Straße

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Ein Liter Milch für 23 Denar, die Prämie seit Juli letzten Jahres ausgeblieben: Viehhalter aus Pelagonien gehen auf die Straße

Letztes Jahr wurde der Liter Milch noch für bis zu 33 Denar aufgekauft. Heute sind es 23. Die Viehhalter warnen: Geht es so weiter, fällt der Preis auf 20 Denar - so viel wie eine Flasche Wasser im Supermarkt. Und die Milchprämie, die den Preisverfall abfedern sollte, ist seit Juli 2025 nicht ausgezahlt worden.

Deshalb gehen Viehhalter und Landwirte aus Pelagonien auf die Straße. Der Protest findet am Mittwoch, dem 30. September, ab 11 Uhr bei Topolčani statt, neben der Mühle „Osman“ an der Straße Bitola-Prilep, und soll etwa anderthalb Stunden dauern. Organisiert wird er von den Verbänden „Pelagonisko Pole“ und „Farmeri Jugozapad“.

„Inzwischen hätten wir auch für das erste Quartal 2026 bezahlt werden müssen. Aber wir haben seit zehn Monaten kein Geld“, sagt Borče Bučinski von „Pelagonisko Pole“. Branchenkennern zufolge schuldet der Staat den Viehhaltern rund 600 Millionen Denar an Milchprämien für 2025 und weitere rund 500 Millionen für die ersten Monate 2026.

Landwirtschaftsminister Borče Serafimovski erzählt eine andere Geschichte: Von 7,295 Milliarden Denar, die dieses Jahr für die Agrarförderung vorgesehen sind, seien rund 6,512 Milliarden ausgezahlt, also etwa 90 Prozent. Bučinski antwortet direkt: „Wir widersprechen Minister Serafimovski... Wir sagen, dass nicht einmal 50 Prozent der Verpflichtungen gegenüber den Landwirten bezahlt sind.“

Beide Zahlen können gleichzeitig stimmen - und genau das ist das Problem. Die Prozentzahl des Ministers ist ein Durchschnitt, und ein Viehhalter lebt nicht vom Durchschnitt. Die letzte Auszahlung der Milchprämie war im März, als 4.545 Erzeuger 270 Millionen Denar erhielten - allerdings für Januar bis Juni 2025. Die Subventionen pro Tier für 2025 wurden im August gezahlt, 8.000 Denar pro Stück, obwohl es laut den Viehhaltern vor zwei Jahren noch 12.000 waren.

Die Forderungen sind klar: pünktliche Auszahlung, Mitsprache beim Programm für 2027 und 250 Euro Förderung pro Kuh. Mile Kebakoski von „Farmeri Jugozapad“ sagt, man habe versucht, die Probleme am Tisch im Ministerium zu lösen, aber nicht einmal einen Termin bekommen. „Es tut mir leid, dass wir für unsere Probleme protestieren müssen“, sagt er.

Der Minister kündigt Satellitenbilder und verschärfte Kontrollen gegen „Subventionsjäger“ an. Schön. Aber wenn der Mann, der jeden Morgen seine Kühe melkt, zehn Monate auf seine Prämie wartet - wer jagt hier eigentlich wen?