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Schüsse am Ortseingang von Aračinovo: Sänger Aziz Murati verletzt - und der Schütze kannte ihn

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Schüsse am Ortseingang von Aračinovo: Sänger Aziz Murati verletzt - und der Schütze kannte ihn

Heute Nacht gegen 01:50 Uhr wurde am Ortseingang von Aračinovo aus einem Fahrzeug auf einen 48-jährigen Skopjaner geschossen. Der Verletzte ist Aziz Murati, ein bekannter Sänger albanischer Volksmusik aus Skopje. Er wurde in das Krankenhaus „St. Naum von Ohrid“ gebracht, sein Zustand gilt als stabil.

Ein Detail unterscheidet den Fall von einer gewöhnlichen Polizeimeldung: Der Schütze kannte ihn. Kein unbekannter Angreifer, kein Raubüberfall, kein Zufall. Laut der Anzeige beim Innenministerium saß die schießende Person zusammen mit einer weiteren in einem Fahrzeug - und Murati kannte sie seit Längerem.

Murati ist ein langjähriger Name der albanischen Musikszene in Skopje - ein Mann, der mit seinem Ensemble auf Familienfeiern und Hochzeiten auftritt, mit veröffentlichten Alben und Liedern, die die Leute auswendig kennen. Es geht also nicht um einen anonymen Passanten, sondern um eine bekannte Figur in seinem Umfeld.

Das Innenministerium teilte mit, es würden Maßnahmen zur Aufklärung des Falls ergriffen. Das ist die Standardformel nach jeder Schießerei im Land. Offen bleibt, wie viele dieser Fälle tatsächlich aufgeklärt werden - und wie viele in der Schublade landen, sobald die Journalisten aufhören zu fragen.

Schüsse aus einem Auto, am Ortseingang, auf einen Mann, den der Schütze kennt - das ist keine zufällige Straßenabrechnung. Das hat eine Vorgeschichte. Und genau diese Vorgeschichte muss das Innenministerium erklären, statt nur das Ergebnis festzustellen.