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Zwei schwere Fälle in Prilep an einem Tag: ein Fahrer mit 1,74 Promille und einer, der nach dem Anfahren eines 72-Jährigen floh

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Zwei schwere Fälle in Prilep an einem Tag: ein Fahrer mit 1,74 Promille und einer, der nach dem Anfahren eines 72-Jährigen floh

Zwei schwere Verkehrsfälle in Prilep am selben Tag, beide mit Schwerverletzten. Ein Unterschied trennt sie: Im einen blieb der Fahrer am Unfallort, weil er nicht wegkonnte, im anderen floh er.

Gegen 10:30 Uhr kam auf der Straße Prilep-Bitola beim Dorf Topolčani ein Audi mit Prilep-Kennzeichen von der Fahrbahn ab. Der Fahrer, ein 48-jähriger Prileper mit den Initialen T.N., erlitt schwere Verletzungen, festgestellt im Krankenhaus in Prilep. Bei der Aufnahme stellte die Polizei fest, dass er unter Alkoholeinfluss fuhr - 1,74 Promille im Blut.

Das ist kein „ein Bier zu viel“. Das ist fast das Vierfache jener Grenze, ab der ein Fahrer in Mazedonien strafrechtlich verantwortlich ist. Bei dieser Konzentration zerfallen die Reaktionen, und die Wahrnehmung von Geschwindigkeit und Abstand funktioniert schlicht nicht mehr. Diesmal flog nur sein eigenes Auto von der Straße. Beim nächsten Mal vielleicht nicht.

Am selben Tag, um 03:50 Uhr auf dem Boulevard „Goce Delčev“ in Prilep, erfasste ein Pkw einen 72-jährigen Fußgänger. Der Fahrer hielt nicht an - er verließ die Unfallstelle und fuhr weiter. Der Fußgänger N.T. hat schwere Verletzungen, festgestellt im Allgemeinen Krankenhaus in Prilep. Die Polizei ermittelt.

Einen verletzten 72-Jährigen auf dem Asphalt liegen zu lassen und wegzufahren, ist eine andere Sache als der Unfall selbst. Ein Zusammenstoß kann ein Fehler sein. Flucht ist eine Entscheidung, getroffen in einer Sekunde, bewusst.

Über den Alkoholfall wurde die Staatsanwaltschaft informiert; nach vollständiger Dokumentation folgt die entsprechende Anzeige. Was mit dem geflohenen Fahrer geschieht, bleibt abzuwarten - und wie lange dieses „Aufklären des Falls“ dauern wird.