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Universität Bitola mit 1.288 freien Plätzen in der zweiten Einschreibungsrunde: Das ist keine Frist, das ist eine Diagnose

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Universität Bitola mit 1.288 freien Plätzen in der zweiten Einschreibungsrunde: Das ist keine Frist, das ist eine Diagnose

Die Universität „St. Kliment Ohridski“ in Bitola öffnet ab dem 9. September ihre zweite Einschreibungsrunde - mit 1.288 freien Studienplätzen für Erstsemester. Davon sind 523 regulär staatlich finanziert, 424 mit Studienbeitrag und 341 für ein Teilzeitstudium.

Man sollte die Zahl als das lesen, was sie ist: über zwölfhundert junge Menschen, die die Universität erwartet hat und die in der ersten Runde nicht kamen. Für eine Universität mit Sitz außerhalb von Skopje ist das keine technische Formalität - das ist eine Diagnose.

Die meisten freien Plätze hat die Technische Fakultät - 269 über alle Studiengänge. Die wenigsten haben Mechatronik sowie Ingenieurwesen für Umwelt- und Arbeitsschutz, wo in der ersten Runde erhebliches Interesse verzeichnet wurde. An der Fakultät für Informations- und Kommunikationstechnologien sind 174 Plätze frei, an der Pädagogischen Fakultät 190, an der Fakultät für biotechnische Wissenschaften 66 und an der Veterinärfakultät am wenigsten - insgesamt 15.

Eine zweite Runde am 9., 10. und 11. September gibt es auch an den Fakultäten außerhalb Bitolas: An der Fakultät für Sicherheit in Skopje sind noch 66 Plätze frei, an der Juristischen Fakultät in Kičevo 59, an der Technologisch-Technischen Fakultät in Veles 92, an der Wirtschaftsfakultät in Prilep 121 und an der Fakultät für Tourismus und Gastgewerbe in Ohrid weitere 148. Auch die Medizinische Fachhochschule in Bitola hat eine zweite Runde, mit 88 offenen Plätzen.

Man beachte die Verteilung. Am leersten ist die Technische Fakultät mit 269 Plätzen, während Mechatronik und Umweltschutz - zwei Studiengänge eben dieser Fakultät - ihr Soll schon in der ersten Runde erfüllten. Das Problem ist also nicht, dass junge Leute technische Fächer generell meiden, sondern welche konkreten Studiengänge sie davon überzeugen, dass sie sich lohnen.

Die Universität veröffentlicht die Zahlen im Geschäftston, als ginge es um eine Verwaltungsfrist. Aber 1.288 leere Plätze sind keine Frist - sie sind die Differenz zwischen dem, was die Institution geplant hat, und dem, was die Wirklichkeit zurückgegeben hat. Analysiert jemand an der Universität diese Differenz, oder wartet man nur auf die dritte Einschreibungswoche?