Skip to content

Sieben Regeln für Gäste auf Tageshochzeiten: Sogar Schwarz funktioniert nicht überall

1 Min. Lesezeit
Teilen

Die Hochzeit beginnt um 12 Uhr. Sonne, Garten, weißes Zelt, Blumenarrangements. Und genau dann taucht die Hälfte der Gäste auf, als wären sie auf einer Galaabendveranstaltung im November. Tageshochzeiten haben eigene Regeln - manche davon so strikt, dass Protokollexperten sie seit Jahrzehnten wiederholen. Und trotzdem machen wir dieselben Fehler.

Erste Regel, absolut: keine weiße oder helle Farbe. Beige, Champagner, Elfenbein, Creme - alles ist für die Braut reserviert. Das ist kein alter Aberglaube, das ist ein Zeichen elementaren Respekts. Wer ein Instagram-Foto mit der Braut postet, auf dem beide in Creme sind, hat etwas falsch gemacht.

Schwarz? Designer Juan Avellaneda sagt: "Ideal für formelle Abendhochzeiten, aber nicht für viele traditionelle oder Tagesveranstaltungen in natürlicher Umgebung". Übersetzung: Bei einer Gartenhochzeit um 14 Uhr wirkt Schwarz fehl am Platz. Bei einer Waldrestaurant-Hochzeit um 21 Uhr - perfekt. Kontext vor Regel.

Alle Glitzer, Pailletten, Strass - weit weg von Tageshochzeiten. Das gilt für das Kleid, die Schuhe und die Accessoires. Tageslicht verwandelt sie in Kitsch. Dieselben glänzenden Materialien, die unter Kunstlicht luxuriös aussehen, wirken unter der Sonne wie Strandkleidung aus Las Vegas.

Länge ist die nächste Kategorie. Midi oder knielang für Tageshochzeiten. Nur die Braut, ihre Schwester und die Brautjungfern haben Recht auf bodenlange Kleider. Alles andere ist Konkurrenz. Was die Schuhe betrifft - geschlossene Schuhe bei hochwertigem Material, sonst Absätze von maximal 10 Zentimetern für Tagesveranstaltungen (10-12 für Abendveranstaltungen).

Fünfte Regel, die viele brechen: der breitkrempige Hut (pamela). Protokollexpertin Gisela Prencipe sagt: "Der Hut kommt nicht ab, bevor das Paar den ersten Tanz tanzt". Es sei denn, er stört die Tischnachbarin beim Essen - dann hebt man ihn zumindest oder verschiebt ihn auf eine Stütze. Man wirft ihn nicht auf den Tisch - es ist eine Stilentscheidung, kein Requisit.

Make-up - natürlich, dezent, elegant. Erd- und Rosatöne. Kein Glitzerlidschatten. Eine einfache, elegante Frisur. Das empfiehlt auch Ana Garcia-Gajoso, Hochzeitsplanerin und Autorin. Und das definiert endlich den Unterschied zwischen jemandem, der zu einer Hochzeit geht, um das Paar zu feiern, und jemandem, der hin geht, um im Mittelpunkt zu stehen. Die erste Option ist immer geschmackvoller.

Hochzeitsprotokoll ist nicht die alte Welt - es ist der Schutz eines wichtigen Tages für zwei konkrete Menschen. Diese Regeln haben sich mit Logik entwickelt. Wenn man sie respektiert, lässt man die Hochzeit für das Brautpaar sein - nicht für den Instagram-Stream. Das ist alles.