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Vardar kehrt in die Champions League zurück, Ohrid gewann klar mit 17 Paraden, und Kroatien zahlt 10.000 Euro für eine Fahne

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Vardar kehrt in die Champions League zurück, Ohrid gewann klar mit 17 Paraden, und Kroatien zahlt 10.000 Euro für eine Fahne

Vardar kehrt nach vier Spielzeiten Pause in die Champions League zurück

Der zweimalige Europameister RK Vardar ist wieder dort, wohin er jahrelang zurückzukehren versuchte - in der elitären EHF Champions League, nach vier Spielzeiten Pause. Das erste große Auswärtsspiel ist beim deutschen MT Melsungen, und die Gastgeber stellten auch dieses Jahr einen eigenen Gästeblock für die Fans der „Rot-Schwarzen" sowie einen Aktionscode für günstigere Tickets bereit. Der Klub rief offen dazu auf, die Ränge in diesem Block zu füllen. Vier Jahre Abwesenheit aus der Elite sind keine Kleinigkeit für ein Team, das 2017 die wertvollste Trophäe des europäischen Handballs stemmte. Die Tür ist wieder offen - die nächste Frage lautet, ob der Kader auf dem Niveau des Anspruchs ist oder nur auf dem der Nostalgie.

Der Torhüter machte 17 Paraden, Ohrid zerlegte Vojvodina mit 29:19

GRK Ohrid bezwang das serbische Vojvodina mit 29:19 in der zweiten Runde des Turniers „Krste Andonovski - Ohrid 2026", einer Partie, die zugleich für die neue Regionalliga gewertet wurde. Zur Halbzeit stand es nach ineffizientem Start nur 13:8, doch im zweiten Abschnitt legten die Ohrider einen Gang zu - 20:12, dann 28:16. Mann des Spiels war Torhüter Dino Slavić mit unglaublichen 17 Paraden, darunter drei von sechs gehaltenen Siebenmetern; verdient nahm er die MVP-Auszeichnung in der Halle „Biljanini Izvori" mit. Mate und Ivanković steuerten je fünf Tore bei. Trainer Boris Rojević feierte gegen seinen eigenen früheren Klub. Im Halbfinale wartet auf Titelverteidiger Ohrid Zagreb.

Die EHF bestrafte Kroatien mit 10.000 Euro wegen einer Fahne bei der Siegerehrung

Das Berufungsgericht der EHF änderte die erstinstanzliche Entscheidung im Fall des kroatischen Handballverbands und des Spielers Matej Mandić teilweise ab. Während der Siegerehrung bei der Männer-EHF-EURO 2026 entrollte Mandić eine Fahne, die nicht Teil des EHF-Protokolls ist und nach geltenden Regeln nicht genehmigt war. Das Gericht wies die Berufung des kroatischen Verbands zurück und bestätigte die Strafe von 10.000 Euro, davon 2.500 zur Bewährung auf zwei Jahre, und gab zusätzlich einem Teil der EHF-Berufung statt, indem es dem Spieler selbst eine Strafe von 2.500 Euro auferlegte. Die Frist für einen Rekurs beim Europäischen Handball-Schiedsgericht beträgt 21 Tage. Auf dem Balkan ist eine Fahne auf dem Podest nie bloß Stoff - und jetzt hat sie auch eine Preisliste.

Die Schweiz kehrt nach sieben Jahren unter die Besten zurück, weil der Wettbewerb erweitert wurde

Sieben Jahre lang spielte kein Schweizer Klub in der EHF Champions League - der letzte war Kadetten Schaffhausen in der Saison 2019/20. Das Warten ist vorbei, aber nicht wegen eines Schweizer Durchbruchs, sondern weil der Wettbewerb von 16 auf 24 Teams erweitert wurde. Meister HC Kriens-Luzern gehört nun zu den Teilnehmern, und im Kader steht auch der österreichische Rückraumspieler Nikola Bilyk, der die Lage trocken und zutreffend beschrieb: es sei ein seltsames Gefühl, in der Champions League zu spielen, wenn sich der frühere Klub THW Kiel für keinen einzigen Europapokal qualifiziert hat. Trainer Andy Schmid sagt, der Klub habe in vier Jahren eine beispiellose Entwicklung durchlaufen und sich auf die europäische Handballkarte gesetzt. Die Erweiterung öffnet kleineren Handballländern eine Tür - dieselbe Tür, durch die auch Vardar zurückkehrt.

Mazedoniens U20 spielt bei den Mittelmeerspielen gegen Marokko, Tunesien und die Türkei

Trainer Aleksandar Tanevski hat den Kader der mazedonischen U20-Auswahl für die Mittelmeerspiele „Tarent 2026" bestimmt, wo in der Gruppenphase Marokko, Tunesien und die Türkei warten - drei Spiele, die alles entscheiden. Bei der Frauenauswahl wählte Noveska 14 Namen aus. An den Spielen nehmen insgesamt 3.854 Sportler aus 26 Ländern teil, was diese Veranstaltung zu einer der größeren der Region macht. Nachwuchswettbewerbe schaffen es selten in die Schlagzeilen, bevor sie ein Ergebnis hervorbringen - und doch entsteht genau dort jener Kader, der in fünf Jahren die A-Nationalmannschaft tragen soll. Wenn Vardar nach Europa zurückkehrt, muss jemand diesen Kader auch füllen - und diese Namen entscheiden sich in Tarent, nicht im Studio.