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Brände, Gostivars Wasser, Polizei ohne Versicherung und Strom aus der Dürre: die Woche, in der die Reaktion immer zuletzt kam

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Brände, Gostivars Wasser, Polizei ohne Versicherung und Strom aus der Dürre: die Woche, in der die Reaktion immer zuletzt kam

Das Feuer stoppten Dorfbewohner, der Plan kam zuletzt

Zweiundfünfzig Brände an einem Tag, und drei Löschflugzeuge für das ganze Land. Bei Bogomila stoppten Dorfbewohner und Feuerwehrleute aus Veles das Feuer, nicht irgendein Plan, der vorhergesehen hätte, dass der August genau so wird. Bei Bitola sagen die Feuerwehrleute nach 33 Stunden im Feuer, dass sämtliche Brände gelegt wurden - also nicht die Dürre, sondern jemandes Hand, und diese Hand arbeitet eine Liste ab, während das System zuletzt eintrifft. Die Aufzählung der brennenden Deponien ist jeden Sommer dieselbe, jede mit Betreiber und Adresse. Das sind keine Naturkatastrophen.

Kroatien führte dieselbe Rechnung mit einem teureren System vor. Bei Omis schwieg ein Warnsystem für 8,4 Millionen Euro, während Menschen zum Meer flohen und über das Wasser evakuiert wurden. Dasselbe System schwieg auch 2023. Der Preis ist nicht das Problem - das Problem ist, dass niemand die Funktion geprüft hat, bevor sie gebraucht wurde.

Die Krise endete mit einer Geste, der Befund fehlt weiterhin

In Gostivar wurde nach 22 Tagen Fäkalwasser und über 5.000 erkrankten Bürgern das Ende der Krise mit einem vor laufenden Kameras getrunkenen Glas Wasser verkündet. Einen unterschriebenen Befund, für den jemand geradesteht, hat bis heute niemand gesehen. Das ist die Reihenfolge, die sich wiederholt: zuerst die Erklärung, das Dokument eventuell danach. In Skopje zeigten die Labore null Bakterien, während die Deponie bei Rasce seit dreißig Jahren dort liegt und erst gereinigt wird, nachdem die Stadt eine Nacht nicht geschlafen hat.

Der umgekehrte Fall ist der Lepenec. Der Fluss war drei Wochen lang weiß vor Schaum, ohne Schuldigen, während die Wassermeldung noch am selben Tag eine Pressekonferenz und einen politischen Ankläger bekam. Wenn es jemanden zu beschuldigen gibt, existiert Tempo.

Das Gesundheitswesen scheitert an einer Buchungszeile

Tausende Polizeibedienstete verschwanden administrativ aus dem Gesundheitssystem, wegen einer einzigen nicht verbuchten Zahlung. Polizisten wurden von der Chemotherapie zurückgeschickt. Die Gewerkschaft fordert eine dauerhafte Lösung für ein Problem, das im Juni bereits aufgetreten ist - also keine Überraschung, sondern eine Wiederholung.

Gleichzeitig ist der einzige PET/CT-Scanner des Landes seit Monaten außer Betrieb. Eine Revision hatte bereits im Vorjahr gewarnt, und das Institut räumt ein, dass das Pumpenöl nicht vorschriftsmäßig gewechselt wurde. Onkologiepatienten zahlen unterdessen je 1.300 Euro. Ein Gerät für ein ganzes Land ist eine Entscheidung, kein Umstand.

Die Anordnung liegt vor, die Tür öffnet sich erneut

Binnen 24 Stunden wurden Ehemänner, Ex-Partner und Söhne angezeigt - und ein Teil der Festnahmen erfolgte nicht wegen eines neuen Angriffs, sondern weil jemand vor einer Tür stand, für die das Verbot bereits galt. Das System reagierte einmal, und einmal war zu wenig. In einer einzigen Mitteilung klärte die Polizei Skopje zwei Fälle: dreißig Tage Haft für ein Messer, acht Tage für einen Mann, der „mehrfach" Frau und drei Kinder geschlagen hat.

Dieselbe Durchlässigkeit zeigt sich weiter oben. Ein zu rund 28 einhalb Jahren Verurteilter ging zur Behandlung und kehrte nicht nach Idrizovo zurück, nachdem das Gericht die Verlängerung schon im Juni abgelehnt hatte. Und bei den Begnadigungen wurden die Namen veröffentlicht, die Gründe nicht.

Die Dürre schreibt die Stromrechnung

Der Strom überschritt 700 Euro je Megawattstunde, und die Ursache ist keine Geopolitik, sondern Dürre. Rumänien versenkte Lastkähne, um die Donau anzuheben, Paks drosselte um 90 Prozent, Djerdap 1 läuft mit einem Fünftel der Kapazität. Dieselbe Hitze, die Strom unentbehrlich macht, macht ihn auch unerreichbar. Macedonia kam an jenem Tag billiger davon als Slowenien, aber innerhalb derselben Krise, nicht außerhalb.

Auf dem Markt wiederholt sich dieselbe Logik im kleineren Maßstab. Die Ajvar-Paprika sprang an einem Tag von 25 auf 40 Denar, nachdem Traktoren Strumica blockiert hatten. War der Preis von 40 Denar am Montag möglich, war er auch in der Woche davor möglich. Dazwischen kamen nur die blockierten Straßen.

Was diese Woche zusammenhält, ist weder das Feuer noch das Wasser noch der Scanner. Es ist die Reihenfolge: Die Reaktion kommt, nachdem der Schaden sichtbar ist, und das erklärende Dokument kommt viel später oder gar nicht. Wenn es losgeht, verteidigt man sich mit dem, was greifbar ist.