Skip to content

Mazedonien will die Handball-EM 2034 ausrichten - in Struga zieht man wegen Regen in die Halle um

1 Min. Lesezeit
Teilen
Mazedonien will die Handball-EM 2034 ausrichten - in Struga zieht man wegen Regen in die Halle um

Mazedonien, Serbien und Slowenien bewerben sich gemeinsam um die EHF EURO 2034

Die Handballverbände von Mazedonien, Serbien und Slowenien haben offiziell eine gemeinsame Bewerbung für die EHF EURO 2034 der Männer eingereicht. Unser Verband bestätigte die Information, und der Präsident des mazedonischen Handballverbandes Aleksandar Stefanov nannte den Schritt eine besondere Ehre. Der Präsident des serbischen Verbandes Božidar Đurković sagt, die Bewerbung umfasse die gesamte nötige Infrastruktur - Hallen, Hotels und alles Weitere - und er glaube, ihr Angebot werde das ernsthafteste sein. Er räumte offen ein, dass derzeit schwer zu sagen sei, ob es weitere Bewerbungen gibt. Bis 2034 sind es acht Jahre, genug Zeit für jedes der drei Länder, den Unterschied zwischen einer Pressemitteilung und einer fertigen Halle zu zeigen. Die Frage ist nicht, ob die Region Handballtradition hat - das bestreitet niemand -, sondern ob die Infrastruktur steht, wenn die EHF zum Nachzählen kommt.

Vardar und Ohrid buchen das Finale in Struga

Die Finalisten der 54. Auflage des Handballturniers von Struga stehen fest. Vardar schlug Butel Skopje routiniert mit 36:24 und trifft im Endspiel auf HC Ohrid. Die Rot-Schwarzen lagen schnell sechs Tore vorn, Butel kam auf zwei heran, doch nach der Auszeit von Ivan Čupić wurde Vardar wieder ernst und führte zur Pause 21:13. Gastgeber Struga lieferte echtes Drama und bezwang im offenen Finish die serbische Dubočica aus Leskovac - die Spiele wurden wegen Regen vom Freiplatz in die Halle „Timi” verlegt. Ein Turnier, das seit über einem halben Jahrhundert läuft, hängt weiterhin vom Wetterbericht ab. Das beschreibt den Zustand der Handball-Infrastruktur in diesem Land präzise genug.

Eurofarm Pelister kennt seinen Weg in der European League

Mazedoniens Vizemeister Eurofarm Pelister vertritt uns in der Gruppenphase der EHF European League. Die Bitolaer treffen auf La Rioja, Gummersbach und Danzig, der erste Spieltag ist am 30. September, wenn La Rioja nach Bitola kommt. Drei Gegner aus Spanien, Deutschland und Polen bedeuten viele Reisen und Vergleiche mit Klubs, die mit ganz anderen Budgets arbeiten. Das Team startet in guter Form aus der Vorbereitung. Sechs Europaabende in und außerhalb von Bitola sind mehr, als die meisten mazedonischen Klubs überhaupt bekommen - die Frage ist, wie viele davon Spiele werden und wie viele bloß Besuche.

Deutschland zerlegt Slowenien und holt U18-EM-Gold

Zum ersten Mal seit 2021 ist Deutschland Europameister in der U18. Im Finale in Belgrad, in der Halle „Aleksandar Nikolić”, schlug es Slowenien mit 36:27. Die Slowenen, das einzige unbesiegte Team des Turniers, führten in der 15. Minute 8:5 und zwangen den deutschen Trainer zur Auszeit - danach spielte Deutschland einen 12:3-Lauf und kam nie mehr in Bedrängnis. Nach der Pause wuchs der Abstand auf neun Tore. Vincent Fazijejev traf achtmal für die Sieger. Slowenien stand erstmals überhaupt im Finale dieser Meisterschaft, und das ist sein eigentliches Ergebnis, egal wie die letzte Stunde ausging. Der Balkan steht wieder auf dem Podium, nur auf der falschen Stufe.

Champions League startet mit 24 Teams und neuem Format

Die EHF hat die Termine der Gruppenphase der Champions League für 2026/27 bestätigt, die Zahl der Teams steigt von 16 auf 24, verteilt auf sechs Vierergruppen. Start ist am 9. September um 18:45 Uhr in Veszprém, Aalborg, Zagreb und Kielce. Zagreb empfängt Celje Pivovarna Laško im regionalen Derby, und Partizan kehrt nach 13 Jahren Pause in die Elite zurück - sofort gegen Füchse Berlin, den Finalisten der Vorsaison. Barcelona verteidigt den Titel gegen Aarhus. Die Gruppenphase endet am 29. Oktober, je zwei Teams pro Gruppe erreichen die Hauptrunde. Mehr Klubs heißt mehr Europaabende für die Region, aber auch früheres Ausscheiden für alle, die Dritter werden. Partizan bekommt nach 13 Jahren den härtestmöglichen Auftakt.