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Vardar startete in Ohrid, Kroatien zahlte 10.000 Euro für eine Fahne: Handball ist zurück in der Region

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Vardar startete in Ohrid, Kroatien zahlte 10.000 Euro für eine Fahne: Handball ist zurück in der Region

Vardar 1961 startete mit einem Sieg - aber nicht in Skopje

Das Männerprogramm der neu gegründeten Regionalen Handballliga begann mit dem Duell zwischen Vardar 1961 und Vojvodina, und das Spiel fand statt in Skopje im Sportzentrum „Biljanini Izvori” in Ohrid statt. Die Skopjer gewannen 36:30. Am treffsichersten waren bei Vardar Ljevar und Da Silva mit je 6 Toren, ebenso viele erzielte Ćirović bei den Gästen aus Novi Sad. Vardar kehrt in die EHF Champions League zurück und gilt als einer der Hauptfavoriten der Regionalliga, was es mit breiter Rotation des Kaders auch zeigte. Das Detail, das Aufmerksamkeit verdient, ist nicht das Ergebnis, sondern die Adresse: Das erste offizielle Spiel des Skopjer Klubs wird 170 Kilometer von Skopje entfernt ausgetragen. Das ist eine Entscheidung mit Grund, und den Grund spricht niemand laut aus.

Kroatien zahlte 10.000 Euro für eine Fahne

Das Berufungsgericht der EHF wies den Einspruch des kroatischen Handballverbands zurück und bestätigte die Strafe von 10.000 Euro, davon 2.500 auf zwei Jahre zur Bewährung. Der Grund: Bei der Medaillenvergabe der EHF EURO 2026 entrollte Spieler Matej Mandić eine Fahne, die im EHF-Protokoll nicht vorgesehen ist. Zusätzlich bestrafte das Gericht Mandić selbst mit 2.500 Euro wegen Verstoßes gegen das Protokoll. Die Frist für eine Berufung beim Europäischen Handball-Schiedsgericht beträgt 21 Tage. Der Balkan kennt diese Szene auswendig: Die Medaille wird auf dem Feld gewonnen, die Rechnung kommt aus einem Büro. Ob 12.500 Euro eine Strafe für eine gebrochene Regel oder der Preis für ein Symbol sind, hängt davon ab, wen man fragt.

Partizan kehrt nach 13 Jahren in die Elite zurück, Zagreb bekommt ein Derby

Die EHF hat die Termine für die Gruppenphase der Champions League 2026/27 bestätigt, die am 9. September um 18:45 Uhr beginnt. Die Region ist stark vertreten: HC Zagreb empfängt RK Celje Pivovarna Laško im Derby, und die Füchse Berlin - Finalist der vergangenen Saison - gastieren bei RK Partizan in Serbien, das nach 13 Jahren Pause in den stärksten Wettbewerb zurückkehrt. Veszprém spielt gegen Porto, Aalborg empfängt PSG, und Barcelona verteidigt den Titel gegen Debütant Aarhus. Die Gruppenphase läuft in neuem Format - sechs Gruppen zu vier Teams, sechs Runden, Ende am 29. Oktober, und je die zwei Besten jeder Gruppe ziehen ab dem 18. November in die Hauptrunde ein. Barcelona und Magdeburg teilen die letzten sechs Trophäen unter sich auf. Das Format ändert sich jede zweite Saison; die Namen am Ende - fast nie.

Pelister 2 baut ein Team aus Namen, die in keiner Schlagzeile stehen

Eurofarm Pelister 2 verstärkt weiter den Kader - David Dimevski kommt aus Kumanovo, Marin Krstevski ist der zweite Neuzugang. Dimevski spielt vorrangig im linken Rückraum, kann aber mehrere Positionen in der Rückraumreihe abdecken, und ist ehemaliger Jugendnationalspieler, der 2025 bei der Junioren-Weltmeisterschaft antrat. In diesem Sommer kamen nach Bitola auch Kristijan Simonoski, Božidar Ilieski, Marko Trajkov und Aleksandar Stojkov, und das Team wird in der neuen Saison von Branislav Angelovski geführt. Zweitmannschaftsprojekte bekommen selten eine Schlagzeile - aber in einem Land mit kleinem Spielerpool sind sie der einzige Ort, an dem ein Achtzehnjähriger Minuten statt Bank bekommt. Wenn der mazedonische Handball eine Zukunft hat, wird sie genau hier geschrieben und nicht in Transferlisten.

Ohrid veröffentlichte die Preise, und der Titelverteidiger will mehr

GRK Ohrid hat Dauer- und Blockkarten für die Heimspiele und für das Gedenkturnier „Krste Andonovski” in den Verkauf gebracht, das vom 18. bis 22. August im Sportzentrum „Biljanini Izvori” seine fünfte Jubiläumsausgabe versammelt - acht Teams in zwei Gruppen. Der Klub sagt offen, das Ziel seien heimische Titel und die Verteidigung des Europapokals. Für einen Klub aus einer Stadt mit rund fünfzigtausend Einwohnern ist das eine Ambition, die in den meisten Orten wie ein Scherz klänge. In Ohrid klingt sie es nicht - und das ist der Unterschied, den ein Titel macht. Der schwerste Teil bleibt: Das Ticket wird mit einem Versprechen verkauft, und das Versprechen wird im März fällig.