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Vardar musste gegen Nexe schwitzen, Partizan kehrt nach 13 Jahren zurück, und eine Fahne auf dem Podium kostete 12.500 Euro

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Vardar musste gegen Nexe schwitzen, Partizan kehrt nach 13 Jahren zurück, und eine Fahne auf dem Podium kostete 12.500 Euro

Vardar bezwang Nexe mit 33:27 und steht kurz vor dem Finale in Ohrid

Der mazedonische Meister hatte es nicht leicht. In der ersten Halbzeit hielt das kroatische Nexe hervorragend dagegen und führte zur Pause knapp mit 16:15, während Ivan Cupic weiterhin nicht auf Lazarevski und einige weitere wichtige Namen zählen konnte. Der zweite Abschnitt war eine andere Geschichte - die „Rot-Schwarzen” übernahmen den Rhythmus und kamen beim Gedenkturnier „Krste Andonovski” in Ohrid zu einem 33:27. Zuvor hatte Vardar Olympiakos locker geschlagen, doch dieses Spiel verlangte Schweiß. Um den Platz im Finale spielt man nun gegen das slowenische Trimo Trebnje, das die Griechen mit 25:24 bezwang, während in der anderen Gruppe Ohrid und Zagreb aufeinandertreffen. Ein Augustturnier bringt keine Trophäe, die etwas bedeutet, aber es bringt eine Antwort auf die Frage, wie tief die Bank ist - und dort hat Vardar noch Löcher.

Die Champions League wächst auf 24 Teams, Partizan kehrt nach 13 Jahren zurück

Die EHF Champions League beginnt am 9. September mit der größten Änderung, seit alle europäischen Wettbewerbe vor der Saison 2020/21 reformiert wurden. Die Gruppenphase hat nun 24 statt 16 Teams, verteilt auf sechs Vierergruppen, danach folgen Hauptrunde, Viertelfinale und Final Four. Die ersten zwei jeder Gruppe erreichen die Hauptrunde, die übrigen 12 spielen in den Play-offs der EHF European League weiter. Das Ergebnis: Alle Teams beim Final Four werden genau 18 Spiele absolviert haben, was bisher nicht der Fall war. Die Region ist gut vertreten - Zagreb eröffnet die Saison gegen Celje im Nachbarschaftsderby, und Partizan kehrt nach 13 Jahren Pause in die Elite zurück, gleich gegen Finalist Füchse Berlin in Belgrad. Barcelona, der Titelverteidiger, startet gegen Debütant Aarhus.

Eine Fahne bei der Medaillenvergabe kostete 12.500 Euro

Das EHF-Berufungsgericht bestätigte die Strafe von 10.000 Euro für den kroatischen Handballverband, davon 2.500 zur Bewährung auf zwei Jahre, und belegte zusätzlich den Spieler Matej Mandic mit 2.500 Euro. Der Grund: Bei der Medaillenvergabe der EHF EURO 2026 entrollte Mandic eine Fahne, die nicht Teil des EHF-Protokolls ist und nach geltenden Regeln nicht genehmigt war. Der Verband verlor seine Berufung, die EHF gewann ihre teilweise. Es bleiben 21 Tage, um das Schiedsgericht anzurufen. Für einen Sport, der ständig klagt, zu wenig Aufmerksamkeit zu bekommen, ist die lauteste Nachricht des europäischen Dachverbands im August eine Disziplinarentscheidung über eine Fahne - und das sagt etwas über Prioritäten. Davon getrennt eröffnete die EHF auch eine Untersuchung zu einer mutmaßlichen rassistischen Beleidigung gegen einen Spieler im Finale des EHF European Cup zwischen RK Ohrid und Tatabanya.

Deutschland mit 36:27 gegen Slowenien bei der M18 EHF EURO

Das Finale in Belgrad dauerte als Wettkampf genau 15 Minuten. Slowenien, das einzige ungeschlagene Team des Turniers, nutzte die Paraden von Torhüter Miklavcic und führte 8:5, was den deutschen Trainer zu einer frühen Auszeit zwang. Dann folgte ein 12:3-Lauf und alles war entschieden - Deutschland lag zur Pause sechs Tore vorn und baute den Vorsprung nach dem Seitenwechsel auf neun aus. Endstand 36:27 und Deutschlands erstes Gold seit 2021. Erfolgreichster Werfer war Vincent Faciev mit 8 Toren aus 11 Versuchen, MVP des Turniers ist der slowenische Rückraumspieler Jaka Podvrsic. Slowenien stand in dieser Kategorie erstmals im Finale - trotz des Ergebnisses ist das eine Generation, auf die man achten sollte.

Die „Ckembari” boykottieren die Regionalliga: drei Heimspiele in sieben Tagen

Die Fangruppe von RK Pelister teilte mit, sie werde die Spiele der neuen Regionalliga nicht organisiert besuchen. Die Begründung ist konkret und klingt nicht nach Laune: „In nur sieben Tagen sind drei Heimspiele angesetzt, was aus unserer Sicht die Bedeutung des Wettbewerbs weiter entwertet.” Die Botschaft an den eigenen Klub ist noch schärfer - auch er solle die Liga nicht als Priorität behandeln. Zugleich trat Lino Cervar erstmals vor dem Publikum in Bitola auf, bei einem Testspiel gegen Pelister 2, das 39:17 endete, und die Ränge waren nur voll, um den neuen Trainer zu begrüßen. Am 23. August empfängt Pelister in derselben Liga Partizan - ohne organisierte Unterstützung von den Rängen. Wenn der Spielplan so gestrickt ist, dass selbst die Treuesten sagen, der Wettbewerb sei nicht ernsthaft, liegt das Problem nicht bei den Fans.