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Acht Minuten Mikrowelle vor zehn in der Heißluftfritteuse: der Schritt, durch den die Pommes knusprig bleiben und die Rechnung kürzer wird

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Acht Minuten Mikrowelle vor zehn in der Heißluftfritteuse: der Schritt, durch den die Pommes knusprig bleiben und die Rechnung kürzer wird

Pommes aus der Heißluftfritteuse bedeuten meist einen Kompromiss - weniger Öl, weniger Geschmack, weniger Knusprigkeit, und am Ende sagt jemand, es sei ohnehin nicht dasselbe. Das Verfahren, das Koch Jordi Cruz erklärt, nimmt genau diese Resignation aus der Gleichung, und zwar mit einem Schritt, den die meisten überhaupt nicht mit Frittieren verbinden: der Mikrowelle.

Die Wahl der Kartoffel ist keine Kleinigkeit. Cruz empfiehlt die Sorten Agria oder Kennebec, in etwa einen Zentimeter dicke Stäbchen geschnitten. Dann folgt der Teil, der am häufigsten übersprungen wird - die Kartoffel wird in Wasser eingelegt, um überschüssige Stärke zu entfernen. Deshalb bleiben die Stäbchen getrennt und knusprig, statt aneinander zu kleben.

Erster Schritt: acht Minuten Mikrowelle. Das Wasser abgießen, die Kartoffel aber leicht feucht lassen. Etwas Olivenöl zugeben, mit einem Glasdeckel abdecken - nicht luftdicht - und acht Minuten bei 800 Watt garen. Dieser erste Durchgang konfiert die Kartoffel praktisch von innen, weshalb der zweite Schritt danach so kurz sein kann.

Zweiter Schritt: zehn Minuten Heißluftfritteuse. Die Kartoffel kommt direkt auf den Rost, auf Maximum, 200 Grad, zehn Minuten. Nach der Hälfte, in der fünften Minute, wird umgerührt, damit sie gleichmäßig bräunt. Dann kommt die erste Schicht Aromasalz - feines Salz, gemahlen mit Paprika, schwarzem Pfeffer, frischem Thymian, Rosmarin und etwas Cayennepfeffer. Die zweite Schicht folgt vor Schluss, mit einer weiteren Minute, damit das Salz greift.

Das kleine Detail, das die neue von der alten Version trennt

Cruz hatte dasselbe Verfahren früher veröffentlicht, aber mit Folie über der Schüssel in der Mikrowelle. Seine Follower kritisierten das, und er änderte es - Glasschüssel mit Glasdeckel statt Plastik, damit beim Erhitzen kein Mikroplastik ins Essen gelangt. Seine Reaktion war kurz: „Probleme lösen und lernen.” Das ist ein Satz, den jemand mit Sternen am Restaurant selten schreibt.

Und für alle, die das zu lang finden: Klassisches Frittieren zu Hause dauert ohnehin mindestens zwanzig Minuten. Die Heißluftfritteuse verbraucht laut Cruz rund 70 Prozent weniger Energie als ein klassischer Backofen und benötigt unverhältnismäßig weniger Öl. Die Rechnung fällt bei Zeit und Geld kürzer aus - ein anderer Satz als der, den man sonst über die gesunde Version von etwas Leckerem schreibt.