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Skopjes Vergnügungspark wieder nur auf dem Papier: Vertrag über 10 Millionen Euro gekündigt, die Stadt baut Fahrgeschäfte aus der Ära Trajanovski auf

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Skopjes Vergnügungspark wieder nur auf dem Papier: Vertrag über 10 Millionen Euro gekündigt, die Stadt baut Fahrgeschäfte aus der Ära Trajanovski auf

Im vergangenen Dezember versprach Bürgermeister Orce Gjorgjievski den Skopjern einen „ultramodernen Vergnügungspark, einen der besten in der Region“ - mit Achterbahnen, Wasserattraktionen und Virtual-Reality-Zonen, nach „langen Jahren der Verzögerungen und falschen Versprechen“. Im Mai schloss die Stadt mit der Firma „Mastef“ einen Vertrag über 10 Millionen Euro. Mitte August war der Vertrag bereits gekündigt. Die Skopjer erfuhren davon aus den Medien, nicht vom Bürgermeister.

Die Erklärung: Fahrgeschäfte, die die Stadt bezahlen muss

Gjorgjievski sagt nun, der Vertrag sei wegen eines Gerichtsurteils einvernehmlich aufgelöst worden. Die Firma aus der Zeit des früheren Bürgermeisters Koce Trajanovski, deren Vertrag über Fahrgeschäfte die Stadt gekündigt hatte, klagte und gewann - also muss die Stadt Skopje diese Fahrgeschäfte bezahlen. Das Urteil sei laut Stadt erst gekommen, als der neue Vertrag schon unterschrieben war, und die neue Ausschreibung habe auch bereits gekaufte Fahrgeschäfte umfasst. „Um nichts doppelt zu kaufen und kein Geld zu verschwenden, haben wir den Vertrag einvernehmlich aufgelöst“, sagt der Bürgermeister.

Klingt vernünftig - bis man sich fragt, wie die Stadt eine Ausschreibung über 10 Millionen Euro starten konnte, ohne zu wissen, dass ein Rechtsstreit um Fahrgeschäfte läuft, die ihr bereits gehören. Die sieben Rutschen und Attraktionen aus der Ära Trajanovski standen laut kürzlich erschienenen Berichten jahrelang in Lagern, und dafür wurden auch noch Lagergebühren gezahlt.

Ein Projekt, das jeden Bürgermeister überlebt hat

Der alte Vergnügungspark war von 1973 bis 2017 in Betrieb. Trajanovski kaufte Fahrgeschäfte und plante 27 Attraktionen. Petre Šilegov stoppte das Projekt, und das italienische Studio „Bassa“ schenkte der Stadt 2019 eine Studie für einen neuen Freizeitpark für rund 3.000 Besucher pro Tag - die wegen der Pandemie in der Schublade landete. Unter Danela Arsovska bewegte sich nichts. Gjorgjievski ließ vor sechs Monaten die Sommerdiskotheken im Stadtpark abreißen, um Platz zu schaffen. Skopje ist seit fast einem Jahrzehnt ohne Vergnügungspark.

Der neue Plan: In einem Monat beginnt der Aufbau der sieben alten Fahrgeschäfte, eine neue Ausschreibung soll eine Achterbahn, ein Riesenrad und einige weitere Attraktionen bringen, sodass der neue Vertrag unter 10 Millionen Euro bleibt. Die Frist bleibt Ende 2027, „wie ich es in meinem Programm versprochen habe“, sagt Gjorgjievski.

Generationen Skopjer Kinder sind mit dem Versprechen eines Vergnügungsparks aufgewachsen. Beginnt der Aufbau wirklich in einem Monat, wäre das der erste sichtbare Schritt seit vielen Jahren. Wenn nicht, dürfen die Skopjer zu Recht fragen, wie viel Geld in Ausschreibungen, Lagergebühren und Gerichtsverfahren für einen Park geflossen ist, in dem nie jemand gefahren ist.