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Wechsel an der Spitze der Lebensmittel- und Veterinärbehörde am Tag, als die Schafimpfstoffe kamen: Die SPM dankt Milanov, dass er die Partei vertreten hat

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Wechsel an der Spitze der Lebensmittel- und Veterinärbehörde am Tag, als die Schafimpfstoffe kamen: Die SPM dankt Milanov, dass er die Partei vertreten hat

3. November, abends. Am Flughafen Skopje trafen über die Türkei 400.000 Dosen Impfstoff gegen Schaf- und Ziegenpocken ein - eine Spende der Europäischen Union, wie die mazedonische Agentur für Lebensmittel und Veterinärwesen (AHV) mitteilte. Wenige Stunden später kam die zweite Nachricht: AHV-Direktor Oliver Milanov ist zurückgetreten.

Die Pockenepidemie dezimiert bereits den Viehbestand. Über 10.000 Tiere wurden gekeult, um die Seuche in den am stärksten betroffenen östlichen Gebieten einzudämmen, ein großer Teil davon gesunde Tiere, die vorsorglich getötet wurden. Die AHV kündigt nun eine Notimpfung im ganzen Land an, nach einem von der EU genehmigten Notimpfplan. „Tiergesundheit und der Schutz des Viehbestands bleiben unsere oberste Priorität“, heißt es aus der Behörde.

Den Wechsel bestätigte öffentlich - eine Partei. Die Sozialistische Partei Mazedoniens dankte Milanov in den sozialen Netzwerken für die Leitung der Behörde und betonte, er habe die SPM in der vergangenen Zeit an der Spitze der Institution würdig vertreten. Damit kein Zweifel bleibt, wohin es für ihn geht, fügte sie hinzu: „Sein eingebrachter Einsatz und sein selbstloses Engagement, hoch geschätzt in der SPM und in der Öffentlichkeit, sind sein persönliches Pfand für die künftige Ausübung verantwortungsvoller und hoher Ämter.“

Neuer Direktor ist Jovica Andovski, der viele Jahre stellvertretender Gesundheitsminister war. Die Partei empfing ihn mit einem Satz, den man zweimal lesen sollte: „Mit seiner Verantwortung, Ernsthaftigkeit und Hingabe an die Sozialistische Partei Mazedoniens ist Jovica Andovski ein Vorbild für ein treues und ehrliches Parteimitglied.“

Eine Behörde also, die Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit schützen soll, und die Partei spricht von ihr wie von ihrer eigenen Vertretung. In den Mitteilungen steht kein Wort dazu, warum Milanov gerade jetzt geht, mitten in einer Epidemie, und auch nicht, was der neue Direktor für die Impfkampagne plant, die gerade erst beginnt.

Die Viehzüchter, die zusehen mussten, wie ihre Herden vernichtet wurden, fragen nicht, wer ein treues Parteimitglied ist. Sie fragen, ob der Impfstoff rechtzeitig in ihre Ställe kommt und wer für die Tausenden gekeulten Tiere verantwortlich ist. Wer wird ihnen darauf antworten - Milanov, Andovski oder die Partei, die sie schickt?