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Europäische Preise, makedonische Gehälter: Ist Wohneigentum in Skopje schon ein Luxus?

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Europäische Preise, makedonische Gehälter: Ist Wohneigentum in Skopje schon ein Luxus?

Europäische Preise, makedonische Gehälter - und immer weniger Menschen, die beides zusammenbringen. Wohneigentum in Skopje verschiebt sich langsam vom Bedürfnis zum Luxus, und die Zahlen sagen es deutlicher als jedes Wahlprogramm.

In den zentralen Vierteln von Skopje - Centar, Karpoš, Aerodrom - kostet der Quadratmeter bereits über 3.000 Euro. Eine 60-Quadratmeter-Wohnung, die früher für rund 80.000 Euro zu haben war, verlangt heute mehr als 150.000. Die Preise haben sich in wenigen Jahren fast verdoppelt, während die Gehälter blieben, wo sie waren. Die Miete wiederum liegt für eine Zweizimmerwohnung zwischen 350 und 550 Euro monatlich - oft mehr als ein Durchschnittsgehalt.

Der Wandel zeigt sich auch im Verhalten der Käufer. Die Menschen verbringen nun viel mehr Zeit damit, Angebote zu recherchieren und zu vergleichen, bevor sie kaufen, Inserate bleiben länger aktiv, und immer mehr wird über mehrere Stadtteile hinweg gesucht statt in einem. Das ist kein Zeichen von Überfluss - es ist ein Zeichen von Menschen, die bis zum letzten Denar rechnen, weil ein Fehler von 150.000 Euro nicht leicht verziehen wird.

Die Frage, der die Politik beharrlich ausweicht, ist einfach: Wie soll eine Generation ein Eigenheim kaufen mit einem Gehalt, das der Realität des Marktes nicht folgt? Wenn ein Quadratmeter in Skopje am Quadratmeter einer europäischen Hauptstadt gemessen wird, das Gehalt aber heimisch bleibt, geht die Rechnung nicht auf. Und während alle warten, dass jemand es löst, lebt eine ganze Generation zur Miete - und zahlt fremde Kredite ab, statt eigene aufzubauen.