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Azymuth am 1. Oktober im Peti kupe in Zagreb - das brasilianische Trio hinter „Jazz Carnival”, fünfzig Jahre später

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Azymuth am 1. Oktober im Peti kupe in Zagreb - das brasilianische Trio hinter „Jazz Carnival”, fünfzig Jahre später

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Azymuth spielen am 1. Oktober 2026 um 20 Uhr im Peti kupe in Zagreb. Das brasilianische Trio, das seit einem halben Jahrhundert produziert, was es selbst „samba doido” nennt, also verrückten Samba, kommt in einen Clubraum, in dem das Publikum wenige Meter von den Instrumenten entfernt steht.

Azymuth wurde 1975 von Keyboarder José Roberto Bertrami, Bassist Alex Malheiros und Schlagzeuger Ivan Conti gegründet. Ihr Sound ist eine Verbindung aus elektrischem Jazz, Pop, brasilianischer Popularmusik, Samba, tropischem Disco und Elektronik - eine Kombination, die es in den Siebzigern als Genre nicht gab und die sie selbst benennen mussten.

Das Album „Light as a Feather” von 1979 brachte den Hit „Jazz Carnival”, der sich acht Wochen ununterbrochen in den britischen Top zwanzig hielt. Diese Aufnahme hörte nach ihrem kommerziellen Höhepunkt nicht auf zu leben. Seither ist sie Grundrepertoire für DJs aus völlig verschiedenen Szenen: Kerri Chandler, Floating Points, Four Tet, Mr. Scruff, Gilles Peterson, Dan Snaith und Danilo Plessow haben sie alle aufgelegt. Wenige Aufnahmen jener Ära gingen durch so viele Generationen von Tanzflächen, ohne wie ein Relikt zu klingen.

Ivan Conti starb 2023, an das Schlagzeug trat Renato Calmon, genannt Massa, der auf dem Album „Marca Passo” von 2025 spielt, veröffentlicht zum fünfzigjährigen Bestehen der Band. Tickets kosten 20 Euro, also rund 1.232 Denar, zuzüglich Bearbeitungsgebühr, verkauft über entrio.hr. Für einen Zagreber Club dieser Kapazität ist das ein Preis, den man bei einer Band mit dieser Geschichte kaum antrifft.