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Studentenwohnheime werden bis 2031 mit 85,56 Millionen Euro saniert: 60 Millionen davon sind ein KfW-Darlehen, 21 Millionen ein EU-Zuschuss

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Studentenwohnheime werden bis 2031 mit 85,56 Millionen Euro saniert: 60 Millionen davon sind ein KfW-Darlehen, 21 Millionen ein EU-Zuschuss

Fünfundachtzig Millionen fünfhundertsechzigtausend Euro. So viel kostet die Sanierung von neun staatlichen Studentenwohnheimen, sechs Ressourcenzentren für Schüler mit besonderem Förderbedarf und einem Schülerwohnheim, verteilt auf sieben Städte - Skopje, Ohrid, Bitola, Prilep, Stip, Strumica und Veles. Die Frist ist Dezember 2031.

Die meisten dieser Gebäude stammen aus den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Eines in Bitola geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Jahrzehntelang lebten dort Studenten unter Bedingungen, die jeder auswendig kennt, der sie durchlaufen hat.

Woher das Geld kommt

Die Struktur ist klar: 60 Millionen Euro sind ein Darlehen der deutschen Entwicklungsbank KfW, 21 Millionen Euro sind nicht rückzahlbare EU-Mittel über den Investitionsrahmen für den Westbalkan (WBIF), und 3,85 Millionen Euro kommen vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft.

Der größte Teil ist also ein Darlehen, das der Staat zurückzahlt, und kein Geschenk. Das ist kein Einwand gegen das Projekt, sondern eine Information, die man kennen sollte, wenn man die Überschrift „EU mit Millionenunterstützung“ liest.

Was man für das Geld bekommt

Ziel ist eine tiefgreifende energetische Sanierung - Konstruktion, Installationen und die energieverbrauchenden Systeme. Erwartet werden ein Rückgang des Verbrauchs um rund 56 Prozent je Objekt und der Kohlendioxidemissionen um rund 49 Prozent. Jährlich sind das etwa 7.700 Megawattstunden Einsparung und rund 3.400 Tonnen weniger Kohlendioxid. Erneuerbare sollen rund 12 Prozent des Gesamtverbrauchs decken, vier Gebäude werden sich dem Niedrigstenergiestandard annähern.

Stefano Ellero, Leiter des Kooperationsreferats der EU-Delegation, sagte den besten Satz der ganzen Präsentation: „Die billigste und sauberste Energie ist die, die nie verbraucht wird.“

Sechs Jahre sind eine lange Zeit

Das Projekt läuft in drei Phasen, die erste zeigt bereits Ergebnisse an Objekten in Skopje. Das ist ein guter Ausgangspunkt, aber 2031 ist weit weg. Ein Student, der sich dieses Jahr im ersten Semester einschreibt, wird auch den Master abgeschlossen haben, bevor das Wohnheim fertig ist.

Und hier liegt der eigentliche Test solcher Projekte. Die Einsparung von 56 Prozent Energie ist eine Rechnung aus der Projektdokumentation. Ob sie im Preis der Unterkunft für Studenten spürbar wird oder ob die eingesparte Energie schlicht eine Ersparnis der Institution bleibt - das steht in der Mitteilung nicht. Und genau das ist die Zahl, die der Student sehen wird.