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Durchsuchungen an 32 Orten in Skopje, die Polizei betrat auch Diensträume des Innenministeriums: 25 Verdächtige wegen Lkw- und Busführerscheinen ohne eine einzige Prüfung

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Durchsuchungen an 32 Orten in Skopje, die Polizei betrat auch Diensträume des Innenministeriums: 25 Verdächtige wegen Lkw- und Busführerscheinen ohne eine einzige Prüfung

Zweiunddreißig Orte in Skopje, an einem Tag durchsucht. Darunter Wohnungen, Personen - und das, was diese Aktion von allen anderen unterscheidet: Diensträume im Innenministerium. Die Polizei betrat das eigene Haus.

Die Staatsanwaltschaft Skopje bestätigte, dass die Durchsuchungen auf Anordnung eines Ermittlungsrichters erfolgen, beantragt von einem Staatsanwalt. Der Tatvorwurf lautet „Urkundenfälschung“ nach Artikel 378 des Strafgesetzbuchs. Eine trockene Formulierung für etwas, das in der Praxis bedeutet: Führerscheine für Lastwagen und Busse, ausgestellt ohne eine einzige abgelegte Prüfung.

Wie das System funktionierte

Nach Erkenntnissen der Ermittler stehen rund 25 Personen unter Verdacht, ein Teil wurde festgenommen. Der Mechanismus war so einfach wie beunruhigend. Jemand meldet den Verlust seines normalen Führerscheins. Bei der Ausstellung des neuen trägt ein Mitarbeiter des Ministeriums gegen Bezahlung die Klassen C und D ein - Lkw und Bus. Keine Prüfung. Keine Kontrolle. Der Führerschein ist formal vollständig gültig.

Betroffen sind auch Ministeriumsmitarbeiter, aber ebenso Menschen, die mit solchen Papieren Busse und schwere Lastwagen fuhren - im Land und außerhalb. Diesen Satz sollte man zweimal lesen.

Jeder, der in den vergangenen Jahren auf einer mazedonischen Autobahn unterwegs war, teilte die Spur mit einem Fahrer, der die Prüfung für seine Klasse vielleicht nie abgelegt hat. Jedes Elternteil, das sein Kind in einen Ausflugsbus setzte, hatte einen Mann am Steuer, dessen Ausbildung eine Frage des Preises war, nicht der Prüfung. Laskarci ist keine ferne Geschichte - 16 Menschen starben bei jenem Busunglück, das Gerichtsverfahren kreist bis heute durch die Instanzen.

Wer haftet für das System, nicht nur für die Personen

Die Aktion ist eine gute Nachricht - jemand im Inneren hat gesprochen, die Staatsanwaltschaft hat reagiert. Die Aktion ist aber auch ein Eingeständnis. Wenn ein Beamter jahrelang Klassen in ein Register eintragen konnte, ohne dass es eine Kontrolle gab, dann ist das Problem nicht ein korrupter Mitarbeiter, sondern ein System, in dem so etwas keine Spur hinterlässt, auf die jemand schaut.

Bislang wurde weder die genaue Zahl der Betroffenen veröffentlicht noch, wie viele Führerscheine gefälscht wurden oder seit wann das läuft. Diese drei Zahlen sind das Einzige, was zeigen wird, ob es sich um einen Vorfall handelt oder um Praxis.