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Mickoski kündigt an, dass Strom ab Januar nicht teurer wird, vielleicht sogar billiger: Speicher bei 50 Prozent, Heizsaison beginnt um den 2. November

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Mickoski kündigt an, dass Strom ab Januar nicht teurer wird, vielleicht sogar billiger: Speicher bei 50 Prozent, Heizsaison beginnt um den 2. November

Ministerpräsident Hristijan Mickoski hat angekündigt, dass der Strompreis für Haushalte ab Januar unverändert bleiben könnte und dass die Regierung auch an einer Senkung arbeitet. Zugleich versicherte er, der kommende Winter werde ohne Energieschocks und ohne Versorgungsstörungen verlaufen.

Seine Argumente sind konkret: Die Speicher liegen bei rund 50 Prozent, an den Wärmekraftwerken laufen Revisionen, die Heizsaison wird zwischen dem 2. und 5. November erwartet, und ein Kohlevertrag mit dem Kosovo könnte die Kosten der heimischen Erzeugung senken. Zum Erdgas sagte er, Mazedonien sei kein großer Verbraucher, weshalb der Effekt hier trotz möglicher Preissteigerungen auf dem europäischen Markt gering wäre. Die Reserven an Öl und Derivaten sind ihm zufolge auf solidem Niveau.

Eine Ankündigung ist keine Entscheidung

Das ist der entscheidende Unterschied, den man im Kopf behalten sollte. Gesagt wurde eine politische und wirtschaftliche Ankündigung - kein beschlossener Tarif. Mickoski verweist darauf, dass gerechnet wird und dass eine Methodik geprüft wird, die einen niedrigeren Endpreis ermöglichen würde. Aber eine geprüfte Methodik ist noch keine beschlossene.

Der Preis, den ein Haushalt zahlt, hängt nicht an einer einzigen Regierungsentscheidung. In ihn fließen der Beschaffungspreis der Energie, die heimische Erzeugung, Übertragungs- und Verteilkosten, Netzverluste, die Arbeit des Universalversorgers und regulatorische Beschlüsse ein. Auf einen Teil davon kann die Regierung einwirken. Auf die Börsenpreise nicht.

Verbilligung oder verschobene Last?

Hier liegt die Frage, die keine Ankündigung beantwortet. Eine niedrigere Rechnung ist nur dann eine gute Nachricht, wenn ihre Kosten nicht anderswohin verschoben wurden. Wird der niedrige Tarif über finanzielle Unterstützung für Energieunternehmen gehalten, dann zahlt einen Teil davon erneut der Bürger - nur indirekt, über den Haushalt.

Eine echte und dauerhafte Verbilligung verlangt mehr heimische Erzeugung, geringere technische Verluste, rechtzeitige Instandhaltung der Kapazitäten, Investitionen in erneuerbare Energien und Speicher sowie transparente Beschaffung. Ohne das bleibt jeder günstige Preis Markt- und politischen Veränderungen ausgesetzt.

Der Test kommt nach Neujahr

Die Ankündigung, dass es keine Energieschocks geben wird, erzeugt ein Gefühl von Sicherheit. Aber ein Gefühl ist keine Rechnung. Die wichtigste Information wird nicht die politische Aussage sein, sondern die endgültige Tarifentscheidung und der Betrag, den die Bürger nach Neujahr auf ihren Rechnungen sehen.

Besonders verwundbar sind Haushalte mit niedrigeren Einkommen und jene, die Strom als Hauptheizquelle nutzen. Für sie sind ein paar Prozent keine Statistik - es ist die Frage, ob die ganze Wohnung geheizt wird oder nur ein Zimmer.