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Von Grace Kelly bis Meghan Markle wich keine einzige von Weiß ab: Kates Strauß war absichtlich bescheidener als der von Diana

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Von Grace Kelly bis Meghan Markle wich keine einzige von Weiß ab: Kates Strauß war absichtlich bescheidener als der von Diana

Grace Kelly, Lady Di, Kate Middleton, Meghan Markle, Nicky Hilton, Cindy Crawford, Isabeli Fontana. Zwischen ihnen liegen Jahrzehnte und ganze Kontinente, ihre Stile haben nichts gemeinsam. Und dennoch wich keine einzige von ihnen beim Strauß von Weiß ab.

Das ist ein Befund, den man zweimal ansehen sollte, in einer Zeit, in der Bräute alles ausprobieren - exotische und kaskadenförmige Sträuße, Sonnenblumen, sogar einen handgefertigten Fächer statt Blumen. Die Suche nach etwas Eigenem hört nie auf. Und trotzdem bleiben weiße Blumen das meistwiederholte Symbol im gesamten Hochzeitsuniversum.

Der Strauß ist kein Zubehör, sondern eine Entscheidung

Floristinnen und Floristen sind sich einig, dass der Strauß eine der emotionalsten Entscheidungen im ganzen Prozess ist, selbst bei Bräuten, die vorher wissen, was sie wollen. Laut María Sánchez von Flores en el Columpio soll der Strauß „eine Verlängerung der Persönlichkeit der Braut sein und ein Element, das das Kleid begleitet, statt mit ihm zu konkurrieren“.

Dasselbe sagen Sally Hambleton und Elena Suárez - der Strauß darf kein isoliertes Accessoire sein, sondern Teil eines ästhetischen Ganzen. Die meisten Fachleute sagen, ein Strauß müsse immer eine Absicht haben: die Silhouette des Kleides zu stärken, ein voluminöses Design auszubalancieren oder einem minimalistischen Bild Zartheit zu geben.

Warum Weiß gewinnt

Aus dem Madrider Blumenladen Savia Bruta bringen Lindsay und Alex es auf drei Dinge: „Weiß ist die einzige Farbe, die nie aus der Mode kommt. Sie ist klassisch, elegant und über die Zeit hinweg beständig.“ Praktisch heißt das: Jedes Hochzeitsfoto wirkt zeitlos, Weiß passt zu jedem Kleiderstil, und es balanciert Kombinationen aus, die sonst zu laut wären.

Bei Königsfamilien hat der weiße Strauß auch eine historische Lesart - eine Geste des Respekts gegenüber früheren Bräuten der Familie. Der klarste Vergleich ist der zwischen Diana und Kate. Dianas Strauß von 1981 war üppig, mit Maiglöckchen, Gardenie und Orchideen. Kate trug einen weit zurückhaltenderen - eine „Baby-Version“, wie Floristen ihn beschreiben, weil eine Herzogin einen so aufwendigen Strauß „aus Respekt und Tradition“ nicht wiederholen konnte.

Beide waren weiß. Aber der eine sagt Achtzigerjahre, und der andere sagt, dass Prunk nicht mehr als Respekt gelesen wird.

Was Weiß bedeutet, und was danach kommt

In der westlichen Tradition ist Weiß die Farbe der Reinheit, es bedeutet aber auch Frieden, Licht und Beständigkeit. Es steht für das Wesentliche - das, was bleibt, wenn alles Oberflächliche verschwindet. Deshalb nennen viele Floristen es eine philosophische Farbe: In ihr steckt der Wunsch nach Dauer, was unmittelbar mit der Ehe selbst zu tun hat.

Die aktuellen Trends mischen Minimalismus, Natürlichkeit und Symbolik. Einfarbige Sträuße nehmen zu, besonders in Weiß, Creme oder Pudertönen. Auch unstrukturierte Sträuße mit wilder Anmutung gewinnen, mit verschiedenen Texturen und Grün, das organische Bewegung erzeugt. Langstielige Blumen - Tulpen, Anemonen, Dahlien, Gartenrosen - werden in schlichteren, zeitgemäßeren Designs getragen, während konserviertes Blumenmaterial sich bei Bräuten durchsetzt, die den Strauß behalten wollen. Kleine, dezente Sträuße sind ein eigenes Kapitel für minimalistische Kleider.

Mazedonische Hochzeiten können eine ernsthafte Investition sein, und jedes Detail landet dort auf der Rechnung. Der Strauß gehört zu den günstigeren Entscheidungen auf dieser Liste - und zugleich zu jenen, die am längsten auf den Fotos bleiben. Wenn eine Braut eine Geschichte will, die bleibt, wählt sie Weiß - und das ist keine Mode, das ist das, was übrig blieb, nachdem alles andere vorüber war.