„Wir haben gültige Tickets und kommen nicht mal nach Hause”: Wut im Zentrum von Skopje über neue Parkgebühren
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23.04.2026
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12.04.2026
Serbiens Sicherheits- und Informationsagentur (BIA) warnte Präsident Aleksandar Vučić offiziell, nicht nach Montenegro zu reisen - mit der Begründung, dass sich dort Radoje Zvicer befinde, der Anführer des berüchtigten Kavač-Clans, was eine Bedrohung für sein Leben darstelle.
Vučić hatte für den 5. Juni einen Besuch in Tivat geplant, anlässlich des EU - Westbalkan-Gipfels. Den Angaben zufolge erhielt die Agentur die Information, dass Zvicer derzeit in Montenegro sei, daher der Appell: Verschieben Sie die Reise.
Die Reaktion des Präsidenten war alles andere als ein Rückzug. Über Instagram erklärte er, er sei weder verängstigt noch von Drohungen fasziniert, und fügte hinzu, das Einzige, was ihn kümmere, sei, wie das Volk besser leben könne. Parlamentspräsidentin Ana Brnabić bestätigte, dass Vučić „nicht einmal hören will" von einer Absage.
Hier lohnt es sich innezuhalten und zu fragen - wie viel von diesem Drama ist eine reale Sicherheitsbedrohung, und wie viel Inszenierung für das heimische Publikum? Es ist schwer, das Timing zu ignorieren: eine Attentatswarnung kurz vor einem Gipfel, bei dem allein die Anwesenheit selbst eine politische Botschaft ist. Wenn ein Präsident sich öffentlich weigert, auf seinen eigenen Sicherheitsapparat zu hören, ist das selten nur Mut - öfter ist es Kalkül.
Was auch immer die Wahrheit ist, das Bild, das bleibt, ist ein vertrautes balkanisches: Führer, die aus jeder Drohung ein Spektakel machen, Geheimdienste, deren „Erkenntnisse" über die Medien platziert werden, und eine Region, in der selbst eine Fahrt zum Flughafen zum geopolitischen Ereignis wird. Der Balkan beweist erneut, dass bei uns selbst ein Reiseplan Politik ist.
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