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Branko Kockica beobachtet den Protest vom Balkon - und das Bild wird zum Dokument einer politischen Ära

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Branko Kockica beobachtet den Protest vom Balkon - und das Bild wird zum Dokument einer politischen Ära

Als Branko Milićević - bekannt als Branko Kockica, eine langjährige serbische Kinderfernsehfigur - dabei gefilmt wurde, wie er einen Protest vom Balkon seines Gebäudes in Belgrad beobachtete, ging das Video in weniger als sechs Stunden viral. Nicht weil er zuschaut - sondern weil er aussieht wie ein Mann, der nicht Teil dessen sein will, was er sieht.

Der Protest fand auf dem Slavija-Platz statt, als Teil der Massenversammlung „Du und ich, Slavija", die monatelang dauerte. Hunderttausende Bürger auf den Straßen. Studenten, Eltern, Rentner. Und auf dem Balkon, gegenüber - Kockica. Er kommt nicht runter. Er applaudiert nicht. Er schreit nicht. Er schaut nur zu.

Der Kontext ist interessant. Kockica war SNS-Abgeordneter in der Stadtversammlung Belgrad - der Partei von Aleksandar Vučić. Er trat im September 2025 zurück, in dem Moment, als die Partei an Beliebtheit zu verlieren begann. Im November desselben Jahres wurde er im Pionierpark gesehen mit Dijana Hrka, der Mutter eines Opfers des Bahnhofszusammenbruchs in Novi Sad - Symbol für alles, was die Proteste offen ausgesprochen sehen wollen.

Das Bild vom Balkon ist kein politischer Zufall - es ist ein Dokument. Ein Mann, der in der Partei war, schaut sie nun vom Fenster aus verlieren. Mit Enttäuschung? Mit Bedauern? Mit Berechnung? Das macht das Video so stark: Wir wissen nicht genau, was Kockica denkt, aber wir wissen, dass diese Pose keine Pose eines Loyalisten ist.

Für ein Balkanpublikum ist das eine Lektion darüber, wie sich politische Schicksale drehen. Wenn die Partei dein Gastgeber ist, stehst du unten mit ihr. Wenn die Partei zum Risiko wird, gehst du auf den Balkon und schaust zu. Die Frage ist: Wie viele andere Bilder werden in den kommenden Monaten von Balkonen auftauchen?