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Von 400 Millionen auf 50 Milliarden Euro: Die EZB öffnete der Nationalbank einen dauerhaften Zugang - eine Annäherung, die niemand mit Flaggen feiert

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Von 400 Millionen auf 50 Milliarden Euro: Die EZB öffnete der Nationalbank einen dauerhaften Zugang - eine Annäherung, die niemand mit Flaggen feiert

Bislang hatte die Nationalbank bei der Europäischen Zentralbank eine Linie über maximal 400 Millionen Euro offen. Von jetzt an beträgt diese Summe 50 Milliarden.

Das ist kein Druckfehler und keine Drohung. Es ist ein hundertfünfundzwanzigfacher Unterschied in der Kapazität des Sicherheitsmechanismus, der dem Land zur Verfügung steht, falls die Devisenliquidität je unter Druck gerät.

Was genau bewilligt wurde

Die EZB genehmigte der Nationalbank den Zugang zur erweiterten Repo-Linie des Eurosystems, bekannt als EUREP, mit einem Höchstbetrag von 50 Milliarden Euro. Nach Abschluss des technischen Beitrittsprozesses kann die Nationalbank bei Finanzierungsschocks oder plötzlich erhöhter Euro-Nachfrage rasch Devisenliquidität erhalten.

Der Mechanismus ist kein Geschenk und kein Kredit im klassischen Sinn. Er funktioniert nach dem Tauschprinzip - die Zentralbank erhält Euro und stellt als Sicherheit hochwertige, auf Euro lautende Wertpapiere. Das Geld ist also nur so weit verfügbar, wie es etwas zu verpfänden gibt.

EUREP ist ein dauerhaftes Instrument des Eurosystems, eingerichtet zur Unterstützung der reibungslosen Durchführung der Geldpolitik. Es sichert Zentralbanken und Währungsbehörden außerhalb der Eurozone ständigen Zugang zu Euro-Liquidität und wird von fünf nationalen Zentralbanken unter Koordination der EZB verwaltet. Den Veröffentlichungen zufolge können die in EUREP einbezogenen Zentralbanken ab dem vierten Quartal dieses Jahres Mittel abrufen.

Der Unterschied zur bisherigen Linie

Die bisherige Repo-Linie über 400 Millionen Euro wurde während der Pandemie als befristete Maßnahme eingerichtet und zuletzt bis zum 31. Januar 2027 verlängert. Sie war also etwas, das jedes Jahr erneuert werden musste - mit allen Risiken, die eine Abhängigkeit von regelmäßiger Verlängerung mit sich bringt.

EUREP ist ein anderer Instrumententyp - dauerhaft, mit deutlich größerer Kapazität und breiterem Zuschnitt. Der Unterschied zwischen einer befristeten Pandemiemaßnahme und einem ständigen Mechanismus ist ein Unterschied darin, wie ernst man genommen wird.

Warum das eine gute Nachricht ist, ohne eine Lösung zu sein

Die Nationalbank betont, die Devisenreserven lägen auf hohem Niveau und seien der primäre Schutzmechanismus zur Wahrung makroökonomischer und finanzieller Stabilität; EUREP sei zusätzliche Unterstützung für die Widerstandsfähigkeit des Systems.

Das ist zutreffend formuliert und verdient, so wiederholt zu werden, wie es gesagt wurde - diese Linie ist kein Zeichen, dass etwas nicht stimmt, sondern ein Netz unter dem Seil. Der beste Zustand ist der, in dem nie ein einziger Euro daraus abgerufen wird.

Doch es gibt eine zweite Dimension. Zugang zu einem dauerhaften Instrument des Eurosystems bekommt nicht jeder. Es ist eine technische, fast unsichtbare Form der Annäherung an die Eurozone - eine von jenen, die nicht mit Pressekonferenzen und Flaggen begangen werden, die aber verändern, wie die Finanzmärkte ein Land sehen.

Während die politische Annäherung an die EU seit Jahren auf der Stelle tritt, kommt die monetäre still über Vereinbarungen voran, die kaum jemand liest. Die Frage ist, ob beide je zusammentreffen.