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Eine 45-Kilo-Granate aus dem Ersten Weltkrieg bei Negotino aus dem Vardar geborgen

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Eine 45-Kilo-Granate aus dem Ersten Weltkrieg bei Negotino aus dem Vardar geborgen

Manchmal taucht die Vergangenheit buchstäblich an die Oberfläche. Beim Dorf Pepelište, in der Gemeinde Negotino, wurde im Bett des Vardar eine nicht explodierte Artilleriegranate vom Kaliber 155 Millimeter gefunden, rund 45 Kilogramm schwer - eine Granate, die aus dem Ersten Weltkrieg stammt. Über ein Jahrhundert lag sie dort, auch heute noch gefährlich genug, um die Einsatzkräfte auf die Beine zu bringen.

Die Direktion für Schutz und Rettung entfernte sie sicher, doch einfach war es nicht. Das Gelände war schwierig - der Sprengkörper lag im Flussbett selbst, erreichbar nur mit einem Boot, das die territoriale Feuerwehreinheit von Negotino bereitstellte. Der Sprengmeister zog die Granate heraus, danach wurde sie zur endgültigen Vernichtung auf den Truppenübungsplatz Krivolak gebracht.

Solche Funde erinnern daran, dass der Balkan buchstäblich mit Überresten längst beendeter Kriege gespickt ist - Granaten, Minen und Blindgänger, die jahrzehntelang unter Erde und Wasser schweigen, bis jemand zufällig auf sie stößt. Jeden Sommer, wenn die Flüsse sinken, kommen solche Überraschungen ans Licht.

Die Direktion appelliert an die Bürger, solche Gegenstände nicht selbst anzufassen, sondern sofort die 112 zu rufen. Ein Rat, der offensichtlich klingt, den aber jedes Jahr jemand ignoriert - denn die Neugier auf „alte Metallstücke" kostet auf dem Balkan manchmal eine Hand oder ein Leben. Diesmal ging es gut aus. Nicht immer ist es so.