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Japan findet die höchste Goldkonzentration des Planeten - in einem Unterwasservulkan

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Japan findet die höchste Goldkonzentration des Planeten - in einem Unterwasservulkan

Japanische Forscher haben Rekordkonzentrationen von Gold entdeckt - und zwar dort, wo wenige suchen würden: in einem Unterwasservulkan. Die Lagerstätte liegt im Hydrothermalfeld Higashi-Aogashima, in einem versunkenen Vulkankrater rund 350 Kilometer südlich von Tokio. Das Besondere an dem Fund ist, dass er sowohl sichtbare Goldkörner als auch sogenanntes „unsichtbares Gold" enthält - Nanopartikel und einzelne Goldatome, gefangen in der Kristallstruktur des Pyrits.

Pyrit ist als „Katzengold" bekannt - ein Mineral, das wie Gold glänzt und Bergleute jahrhundertelang glauben ließ, sie hätten dort Reichtum gefunden, wo keiner war. Doch diesmal ist die Geschichte umgekehrt. Laut den Autoren der Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Scientific Reports, enthält dieser Pyrit die höchste Goldkonzentration des Planeten. Das falsche Gold verbirgt diesmal also echtes.

Die Lagerstätte wurde bereits 2015 entdeckt, doch die neue Analyse zeigt nun, wie reich sie ist. Und hier beginnt der zweite, leisere Teil der Geschichte - jener, der selten in die Schlagzeilen gelangt. Die Entdeckung entfacht erneut die Debatte über den Tiefseebergbau, den viele für ökologisch katastrophal halten. Japan beharrt weiter auf kommerziellem Unterwasserbergbau, trotz internationaler Moratorien und Aufrufen zur Vorsicht.

Die Geschichte rät zur Bescheidenheit. Das Unterwasserbergbau-Projekt von Papua-Neuguinea scheiterte 2012 und kostete rund 85 Millionen Dollar - Geld, buchstäblich ins Meer geworfen. Die Frage, die diese Entdeckung hinterlässt, ist nicht, ob dort unten Gold liegt; es liegt dort, und zwar reichlich. Die Frage ist, ob es sich lohnt, eine unberührte Unterwasserwelt zu zerstören, um es zu fördern. Und das ist eine Entscheidung, die, wie üblich, jene treffen werden, die nicht an diesem Meer leben.