Skip to content

Petra: Die rosa Stadt, in den Fels gehauen, die 2.000 Jahre wartete, dass du sie siehst

1 Min. Lesezeit
Teilen
Petra: Die rosa Stadt, in den Fels gehauen, die 2.000 Jahre wartete, dass du sie siehst

Es gibt Orte, die kein Marketing brauchen, um dir den Atem zu rauben - man steht einfach vor ihnen und verstummt. Petra, die uralte Stadt, in den rosa Fels Südjordaniens gehauen, ist genau so ein Ort. Vor mehr als 2.000 Jahren von den Nabatäern erbaut, blieb sie jahrhundertelang verborgen, bis sie im 19. Jahrhundert wiederentdeckt wurde. Heute ist sie eines der neuen sieben Weltwunder - und eines jener Reiseziele, die es wert sind, auf die „bevor ich sterbe"-Liste zu setzen.

Die Reise zum Herzen Petras ist Teil der Magie. Der Eingang führt durch den Siq - einen engen Canyon über einen Kilometer lang, dessen felsige Wände sich zehn Meter hoch erheben und den Blick verengen, bis sich plötzlich der berühmteste Anblick vor dir öffnet: die Fassade von Al-Khazneh, das sogenannte Schatzhaus, direkt in den Stein gehauen. Es ist ein Bild, das die ganze Welt erkennt, selbst jene, die nie von den Nabatäern gehört haben.

Doch Petra ist viel mehr als eine einzige Fassade. Hier gibt es ein römisches Theater mit rund 5.000 Sitzen, monumentale Gräber, Tempel und Altäre. Für die Ausdauerndsten führen 850 Stufen zum Kloster Al-Deir, mit einem Anblick, den viele als noch beeindruckender als das Schatzhaus beschreiben. Und am Abend, wenn Hunderte Kerzen den Weg zum Schatzhaus unter dem Sternenhimmel und zu beduinischer Musik erhellen, verwandelt sich der Ort in etwas, das sich mit Worten schwer beschreiben lässt.

Ein Rat für die Aufbrechenden: Plant mindestens zwei ganze Tage ein, denn Petra ist riesig und lässt sich nicht in Eile besichtigen. Kommt bei Sonnenaufgang und in der Dämmerung - das Licht verwandelt den Sandstein über den Tag, von blassrosa bis feuerrot. Und wenn ihr schon dort seid, in der Nähe liegt Jerash mit seinen 1.200 römischen Säulen und das Wüstental Wadi Rum. Für einen Balkanreisenden, gewohnt an überfüllte europäische Ziele, bietet die jordanische Wüste etwas heute Seltenes - Raum, Stille und das Gefühl, irgendwo Echtem angekommen zu sein.