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EU: Dies wird eine lange Krise - Energiepreise bleiben noch lange hoch

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EU: Dies wird eine lange Krise - Energiepreise bleiben noch lange hoch

EU-Energiekommissar Dan Jørgensen warnte, dass Europa sich auf eine langfristige Krise bei der Öl- und Gasversorgung vorbereiten muss, wobei die Energiepreise noch sehr lange hoch bleiben werden.

„Dies wird eine lange Krise sein, und die Energiepreise werden noch sehr lange sehr hoch bleiben", erklärte Jørgensen gegenüber der Financial Times und betonte, dass sich die Lage bei bestimmten „kritischen Produkten" in den kommenden Wochen verschlechtern werde.

Der Kommissar betonte, dass sich die Krise zwar noch nicht vollständig auf praktischer Ebene manifestiert, die Sprache, die Brüssel nun verwendet, jedoch beispiellos im Vergleich zu früheren Energiestörungen sei. „Selbst wenn der Konflikt sofort enden würde, werden die Folgen aufgrund der beschädigten Infrastruktur lange anhalten", sagte er.

Beim Treffen der EU-Energieminister berichtete Jørgensen, dass allein 30 Tage Konflikt die Union 14 Milliarden Euro für Öl- und Gasimporte gekostet haben. Seit Beginn des Konflikts sind die europäischen Gaspreise um etwa 70 Prozent und die Ölpreise um 60 Prozent gestiegen.

Brüssel koordiniert die Mitgliedstaaten für eine frühzeitige Befüllung der Gasspeicher vor dem nächsten Winter, und die Kommission prüft Maßnahmen einschließlich der Freigabe zusätzlicher strategischer Ölreserven. Eine Rationierung kritischer Produkte wie Kerosin und Diesel wurde bisher nicht eingeführt, bleibt aber als letzte Option bestehen.