Junger Tourist im Central Park gestorben, nachdem das Pferd durchging: der Kutscher war zum Fotografieren abgestiegen
18.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Eine Zeichnung kann gefährlicher sein als eine Rede - besonders wenn sie den falschen Mann verspottet. Der russische Künstler und Karikaturist Robert Kusowkow, bekannt unter dem Namen Semjon Skrepezki, der Wladimir Putin jahrelang verspottete, wurde in Polen getötet. Der polnische Premierminister Donald Tusk sagt, der Mord trage "die Merkmale eines politischen Attentats".
Das Szenario ist kalt und präzise. Am Montag näherte sich ihm in der Stadt Biala Podlaska im Osten Polens ein unbekannter Mann nahe seinem Haus gegen 9:45 Uhr morgens, feuerte zwei und dann drei weitere Schüsse aus nächster Nähe ab - in Kopf, Brust und Rücken. Er starb an Ort und Stelle. Die polnischen Behörden nahmen zunächst zwei belarussische Staatsbürger fest, ließen sie aber mangels Beweisen wieder frei.
Tusk war unmissverständlich: "Wenn Russland diesen Mord in Auftrag gegeben hat, ist das eine außerordentlich ernste internationale Angelegenheit. Es wäre Staatsterrorismus." Ihm zufolge war Kusowkow Schutz angeboten worden, den er ablehnte. Nur wenige Tage zuvor, am 12. Juni, hatte der Künstler ein Video veröffentlicht, in dem er an einem russischen Staatsfeiertag eine russische Flagge in Berlin wegwirft.
Hier steckt etwas, das uns alle angeht. Wenn ein Staat die Ermordung eines Mannes anordnet, dessen einzige "Waffe" der Bleistift und die Ironie war, richtet sich die Botschaft nicht nur an das Opfer - sondern an jeden, der es wagt, die Macht zu verspotten. Der Balkan weiß nur zu gut, was es bedeutet, wenn Kritik zu einem tödlichen Beruf wird. Die Frage ist nicht, ob eine einzelne Zeichnung ein Leben wert ist - sondern was für ein Regime sich so sehr vor einer Zeichnung fürchtet, dass es einen Mann mit einer Pistole schickt.
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