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Norwegens Prinzessin Mette-Marit hat einen neuen Lungenflügel: Krankheit fragt nicht nach Titeln

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Norwegens Prinzessin Mette-Marit hat einen neuen Lungenflügel: Krankheit fragt nicht nach Titeln

Norwegens Prinzessin Mette-Marit wurde operiert - sie erhielt eine Lungentransplantation im Nationalkrankenhaus in Oslo. Die Operation ist eine Antwort auf eine chronische Lungenkrankheit, an der sie seit Jahren leidet und bei der es sich, wie nun bekannt wird, um Lungenfibrose handelt. Der Hof teilte mit, der Eingriff sei bislang gut verlaufen, dies sei jedoch erst der erste Schritt einer langen und schweren Behandlung.

Die Verschlechterung war seit Monaten sichtbar. Die Prinzessin fehlte immer häufiger bei offiziellen Verpflichtungen, und wenn sie auftrat, trug sie Sauerstoff, um durchzuhalten. Bei den Feierlichkeiten zum Verfassungstag im Mai dieses Jahres wirkte sie erschöpft, mit anhaltendem Husten - ein Bild, das jeder auch ohne offizielle Diagnose lesen konnte. Wenn eine Person des öffentlichen Lebens so lange mit Sauerstoffmaske auftritt, überzeugen Pressemitteilungen über „gute Form" niemanden mehr.

Der Leiter der Thoraxchirurgie, Arne Fiane, erklärte, die „Transplantation sei bislang erfolgreich", während der Leiter der Pneumologie, Are Holm, klarstellte, die Prinzessin werde noch einige Wochen im Krankenhaus bleiben - ein Standardverfahren zur Anpassung der Therapie und zur Rehabilitation. Prinz Haakon sagte seine Termine ab, um an ihrer Seite zu sein.

Hinter der protokollarischen Gelassenheit jedes Hofes steht dieselbe menschliche Realität, die sich keine Adresse aussucht. Krankheit fragt nicht nach Titeln, und eine Lungentransplantation ist für jeden eine schwere Operation - Prinzessin oder nicht. Der norwegische Hof baut seit Jahren das Image einer bescheidenen, bodenständigen Monarchie auf; wie er diese Krise vermittelt, wird zeigen, wie viel von diesem Image echt ist und wie viel nur ein gut gesteuertes Bild.