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Fahrzeuge der bulgarischen Botschaft mitten in Skopje abgebrannt: Anti-Organisiertes-Verbrechen-Staatsanwaltschaft übernimmt, Verdächtiger ist 44-Jähriger mit Putin-Tätowierung

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Fahrzeuge der bulgarischen Botschaft mitten in Skopje abgebrannt: Anti-Organisiertes-Verbrechen-Staatsanwaltschaft übernimmt, Verdächtiger ist 44-Jähriger mit Putin-Tätowierung
Wenn jemandes Fahrzeuge vor einer ausländischen Botschaft mitten in Skopje brennen, ist das keine gewöhnliche Brandstiftung mehr - es wird zu einem diplomatischen Zwischenfall, der weit mehr kosten kann als vier ausgebrannte Autos. Deshalb übernahm die Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von organisiertem Verbrechen und Korruption die Ermittlungen zum Brand der Fahrzeuge der bulgarischen Botschaft, und die Tat wurde als schwerwiegender umgestuft. Das Feuer brach am 15. Juni gegen Mittag auf dem Boulevard „Mitropolit Teodosij Gologanov" aus, direkt vor dem Botschaftsgebäude. Den gesicherten Beweisen zufolge wurden die Fahrzeuge vorsätzlich angezündet, und unter den Gefährdeten waren auch Personen unter internationalem Schutz - der Militärattaché und weitere diplomatische Vertreter. Genau das verschiebt den Schwerpunkt des Falls: von „Herbeiführung einer allgemeinen Gefahr" zur „Gefährdung von Personen unter internationalem Schutz", einer Tat, die mit mindestens einem Jahr Haft bedroht ist. Verdächtigt wird ein 44-jähriger Einwohner von Skopje, gegen den weitere 30 Tage Untersuchungshaft verhängt wurden. Laut Polizei gestand er die Tat bereits auf der Wache. Ein Detail macht die Geschichte noch seltsamer - der Verdächtige trägt Berichten zufolge eine Tätowierung mit dem Gesicht Wladimir Putins. Ob es sich um eine Einzeltat eines Mannes mit merkwürdigen Sympathien oder um etwas Größeres handelt, muss die Ermittlung erst noch zeigen. Die Frage, die über dem gesamten Fall schwebt, ist eine der Sicherheit: Wie ist es möglich, dass Fahrzeuge einer ausländischen Botschaft am helllichten Tag im Zentrum der Hauptstadt angezündet werden, ohne dass jemand rechtzeitig reagiert? Diplomatische Einrichtungen sollten zu den am stärksten bewachten Punkten des Landes gehören. Wenn der Schutz hier versagt, wo versagt er noch - und wer trägt die Verantwortung, wenn das Ziel beim nächsten Mal nicht nur ein Auto ist?