Scheinvereine und erfundene Spiele: Fußballverbands-Funktionäre in Valandovo wegen 1,35 Millionen Denar unter Verdacht
19.06.2026
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07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
„Gibt es einen Makedonier, der akzeptieren würde, dass Goce Delčev kein Makedonier war?“ - mit dieser Frage lenkte Goran Minčev von ZNAM die EU-Integrationsdebatte auf das, was für viele der Kern des Problems ist: den Preis, der in der Identität gezahlt wird.
Minčev warnt, Makedonien müsse einen europäischen Weg finden, aber nicht über Prozesse ohne feste Garantien gegen eine Reihe weiterer Forderungen. „Wenn wir morgen die Bulgaren in die Verfassung aufnehmen, was kommt dann? Was, wenn die nächste Forderung Goce Delčev ist?“ - fragte er und verwies auf bulgarische Positionen, wonach Makedonier erst nach 1945 existieren und die makedonische Sprache nur ein bulgarischer Dialekt sei.
Er kritisierte auch die Opposition für den Widerspruch, Blumen an den Denkmälern der Opfer niederzulegen und gleichzeitig unter europäischen Bedingungen bulgarische „Verwalter“ statt Besatzer zu akzeptieren. Seine Kernbotschaft ist klar: „Makedonien muss sich der EU annähern, aber als gleichberechtigter Staat, mit eigener Sprache, Geschichte und Identität.“
Egal aus welcher Partei diese Rhetorik kommt, die aufgeworfene Frage ist real und schwer. Der Balkan weiß, dass Verfassungsänderungen selten dort enden, wo sie begonnen haben - jedes Nachgeben öffnet Raum für die nächste Forderung. Aber er weiß auch etwas anderes: dass Identität nicht mit Reden auf Kundgebungen verteidigt wird, sondern mit Wirtschaft, Institutionen und jungen Menschen, die im Land bleiben. Die Frage, ob Goce uns gehört, ist leicht; die Frage, wie man ein Land erhält, das es wert ist, überhaupt jemandem zu gehören - darauf antwortet die Politik am seltensten.
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