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Der FFM-Fall weitet sich aus: zwölf Festnahmen wegen Veruntreuung von drei Millionen Euro

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Der FFM-Fall weitet sich aus: zwölf Festnahmen wegen Veruntreuung von drei Millionen Euro

Der Veruntreuungsfall beim Fußballverband Mazedoniens weitet sich aus, und die Zahl dahinter ist schwer - rund 3 Millionen Euro sollen aus der Institution verschwunden sein, die den mazedonischen Fußball führen soll. Die Staatsanwaltschaft hat vier weitere Verdächtige gefasst, die zuvor nicht erreichbar waren.

Laut der Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität und Korruption wurden zwei der neuen Verdächtigen heute einem Richter vorgeführt - einer kam in Untersuchungshaft, dem anderen wurden Maßnahmen zur Sicherung seiner Anwesenheit auferlegt -, während die übrigen zwei morgen vor Gericht erscheinen. Damit steigt die Zahl der Festgenommenen in dem Fall auf zwölf Personen.

Die Ermittlungen umfassen den Verdacht der Veruntreuung und Geldwäsche im Zeitraum von Januar 2015 bis Oktober 2019. Laut Staatsanwaltschaft soll sich ein ehemaliger Präsident des Verbandes über 127 Millionen Denar angeeignet haben, ein weiterer ehemaliger Präsident über 53 Millionen Denar. Der Finanzchef wiederum soll die Buchhaltungsunterlagen manipuliert und Rechnungen für nie erbrachte Leistungen gefälscht haben.

„Die Beweise zeigen, dass die vom FFM berechneten Leistungen nie erbracht wurden“, erklärte der Staatsanwalt. Das ist der Satz, der den ganzen Mechanismus offenlegt - Geld, das für etwas abfloss, das nie existierte.

Für ein Fußballland, dessen Nationalmannschaft selten die großen Bühnen erreicht und in dem junge Spieler über ausländische Klubs einen Weg suchen, ist das ein Schlag unter die Gürtellinie. Wenn die Institution, die Plätze und Akademien bauen sollte, zum Ort für das Leeren der Kasse wird, lautet die Frage nicht nur, wer dafür geradesteht - sondern wie viele Generationen von Spielern zu kurz gekommen sind, während das Geld an die falsche Adresse ging.