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Über 160 Gesundheitsmitarbeiter werden geschult, Korruption zu erkennen

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Über 160 Gesundheitsmitarbeiter werden geschult, Korruption zu erkennen

Korruption im Gesundheitswesen ist eines jener Themen, über die alle tuscheln und das kaum jemand meldet. Nun werden mehr als 160 Gesundheitsmitarbeiter aus ganz Mazedonien - Ärzte, Hebammen, medizinisches Personal - Schulungen zum Erkennen, Verhindern und Melden von Korruption im öffentlichen Gesundheitswesen durchlaufen.

Ziel der Schulungen ist es, das Wissen und die Fähigkeiten jener zu schärfen, die täglich an vorderster Front stehen - dort, wo der Patient am häufigsten auf den „Umschlag“, das Vordrängeln in der Schlange oder den Druck trifft, für etwas zu zahlen, das kostenlos sein sollte. Auf dem Papier ist die Idee gut: Wenn die Mitarbeiter Korruption erkennen und melden können, wird das System transparenter.

Doch die Schulung ist der leichte Teil. Die eigentliche Frage ist, was geschieht, sobald ein Gesundheitsmitarbeiter tatsächlich einen Kollegen oder Vorgesetzten meldet. Gibt es Schutz für Hinweisgeber, oder bedeutet das Melden Stress, Isolation und Ärger am Arbeitsplatz? Ohne sicheren Schutz bleibt auch die beste Schulung Theorie.

Für Patienten, die seit Jahren mit dem Gefühl leben, dass die Gesundheitsleistung einen versteckten Preis hat, ist das ein Schritt in die richtige Richtung - aber nur ein Schritt. Die Schulungen zeigen Ergebnisse, wenn der erste gemeldete Fall mit einer Sanktion endet, nicht mit einer Vertuschung. Bis dahin ist das ein Versprechen, das auf den Beweis in der Praxis wartet.