Skip to content

Von Efeutute bis Monstera: zehn gewöhnliche Zimmerpflanzen, die Hund und Katze vergiften können

1 Min. Lesezeit
Teilen
Von Efeutute bis Monstera: zehn gewöhnliche Zimmerpflanzen, die Hund und Katze vergiften können

Die Monstera in der Ecke, die Efeutute, die vom Regal hängt, der Lilienstrauß auf dem Tisch. Die Wohnung sieht aus wie aus einem Magazin, und Katze oder Hund laufen zwischen Pflanzen herum, die sie vergiften können. Nicht alle Zimmerpflanzen sind giftig, und das Risiko hängt auch von der Tierart ab. Deshalb lautet die erste Regel: Bestimme die Pflanze am wissenschaftlichen Namen. Volksnamen können täuschen.

Dieffenbachie: Das Problem beginnt beim Kauen

Die Dieffenbachie (Dieffenbachia spp.) enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, die Maul, Zunge und Lippen reizen. Anzeichen sind starkes Speicheln, Übelkeit, Erbrechen und Schluckbeschwerden. Hat das Tier hineingebissen, ruf den Tierarzt an und stell die Pflanze außer Reichweite.

Monstera: Achtung bei den unteren Blättern

Die angesagte Monstera (Monstera deliciosa), die in fast jeder stilbewussten Wohnung steht, enthält dieselben unlöslichen Oxalate. Sie verursacht Speicheln, Reizungen im Maul, Erbrechen und Schluckbeschwerden. Ein hoher Topf reicht hier nicht: Prüfe, wie weit die unteren Blätter hinunterreichen.

Efeutute: Auch Hängepflanzen werden angeknabbert

Die Efeutute (Epipremnum aureum) enthält ebenfalls unlösliches Calciumoxalat und verursacht Schmerzen im Maul, Sabbern und Erbrechen. Hängst du sie hoch auf, kann die Katze trotzdem hinaufklettern. Gefährlich sind auch Stecklinge im Wasserglas und abgeschnittene Triebe, die auf dem Tisch liegen.

Hängende Zimmerpflanze mit herzförmigen Blättern

Einblatt: keine echte Lilie

Das Einblatt (Spathiphyllum spp.), auch „Friedenslilie“ genannt, trägt die Lilie nur im Namen. Es enthält unlösliches Calciumoxalat, seine Giftigkeit unterscheidet sich von der echter Lilien: Schmerzen im Maul, Sabbern, Erbrechen und Schluckbeschwerden.

Lilien: der gefährliche Strauß

Echte Lilien der Gattung Lilium sind für Katzen sehr gefährlich. Giftig ist die ganze Pflanze, auch der Pollen, den die Katze beim Putzen verschlucken kann. Lilien können akutes Nierenversagen auslösen. Sogar das Vasenwasser kann giftig sein. War die Katze einer Lilie ausgesetzt, ruf sofort den Tierarzt an - auch wenn sie keinerlei Symptome zeigt. Der Geburtstagsstrauß kann der gefährlichste Gegenstand in der Wohnung sein.

Palmfarn: Am gefährlichsten sind die Samen

Der Palmfarn (Cycas revoluta), auch Sagopalme genannt, ist in allen Teilen giftig, besonders in den Samen. Er verursacht Erbrechen, Durchfall und schwere Leberschäden. In schweren Fällen treten auch Blutgerinnungsstörungen auf, die tödlich sein können.

Palmfarn, auch Sagopalme genannt, in einem Tontopf

Oleander: Die Blüten sind das Risiko nicht wert

Oleander (Nerium oleander) enthält in allen Teilen Herzglykoside. Er verursacht Erbrechen, Schwäche und Herzrhythmusstörungen und kann für Hunde wie Katzen tödlich sein. Oleander ist im ganzen Mittelmeerraum auf Terrassen und in Gärten verbreitet - genau dort, wo ein Hund unbeaufsichtigt herumläuft.

Azalee: eine Blüte, die Vorsicht verlangt

Die Azalee (Rhododendron spp.) enthält Grayanotoxine. Anzeichen sind Erbrechen, Durchfall, Speicheln und Schwäche, in schweren Fällen ist auch das Herz-Kreislauf-System betroffen. Pflanz sie nicht in Kübel, an die das Tier leicht herankommt.

Aloe vera: Die Kosmetik kann täuschen

Aloe vera steht in jedem Badezimmer als Symbol für etwas Gesundes. Frisst ein Tier die Blätter, können Erbrechen, Durchfall und Apathie folgen. Der Latex aus dem Blatt ist nicht dasselbe wie das gereinigte Gel aus dem Laden. Gib deinem Haustier keine selbstgemachten Aloe-Präparate ohne Rat vom Tierarzt.

Efeu: Achtung bei hängenden Ranken

Gemeiner Efeu (Hedera helix) kann beim Verschlucken Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall verursachen. Bei manchen Tieren reizt er auch die Haut. Achte darauf, wie weit seine Ranken herunterhängen - was für dich Deko ist, ist für die Katze ein Spielzeug.

Was tun, wenn das Haustier eine giftige Pflanze gefressen hat

Ruf so schnell wie möglich den Tierarzt an, auch ohne Symptome. Entferne die Pflanze und fotografiere sie oder bewahre ein Stück davon auf, wenn du kannst. Sag, wann es passiert ist, welchen Teil das Tier gefressen hat und ungefähr wie viel. Löse kein Erbrechen aus und gib weder Milch noch Medikamente oder Hausmittel. Atmet das Tier schwer, krampft es oder verliert es das Bewusstsein, fahr sofort zum tierärztlichen Notdienst.

Bevor du die nächste Pflanze kaufst, lies das Etikett und den wissenschaftlichen Namen. Wie viele von uns fragen im Blumenladen überhaupt, ob eine Pflanze für Katzen sicher ist?